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Kandidaturen zum Landesparteitag

am 27.9.2026 in Ludwigshafen

Kandidaturen Landesvorstand

Landesvorsitz, weiblich

Liebe Genoss*innen,

ich bewerbe mich als Landesvorsitzende, da ich meine Arbeit im Landesvorstand noch intensiver fortsetzen und mit euch unseren Landesverband organisieren und stärken möchte. 

Wir haben drei harte Wahlkampfjahre hinter uns. Erst Europa- und Kommunalwahl, dann Bundes- und zu guter Letzt die Landtagswahl. 

Ich bin unglaublich froh alle drei mit euch bestritten zu haben, und ich bin unglaublich stolz auf unsere Leistung in der Landtagswahl, auch wenn das Ergebnis nicht das war, was wir uns erhofft hatten.

Wir sind über uns hinausgewachsen, konnten mehr mit den Menschen in RLP in Kontakt treten und haben sehr viele Herzen - und auch Mitglieder - für uns gewinnen können.

Wir haben ein riesiges Potential in unserem Landesverband, weil wir sehr stark gewachsen sind. Daraus ergeben sich mehrere zentrale Aufgaben. Zum einen legen wir einen Fokus auf Mitgliederarbeit, sodass alle Mitglieder ihre Stärken in die Partei einbringen können und um sie zu befähigen neue Aufgaben zu übernehmen. Außerdem bieten wir regelmäßige Bildungsveranstaltungen an, die aus einer marxistischen Perspektive die gegenwärtige politische und gesellschaftliche Situation analysieren und stellen wirkungsvolle Handlungsansätze vor. Wir vernetzen uns auf Landesebene mit Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaften und anderen antifaschistischen Gruppen, um gemeinsam eine Gesellschaft zu fordern, zu erkämpfen und aufzubauen, die das Wohl aller vor die Gier Einzelner stellt. 

Der Kapitalismus, die daraus folgende Weltpolitik und die Verfehlungen der deutschen Regierungen der letzten Jahre, sind Grund für unsere derzeit fatale Lage: 

Die Klimakrise spitzt sich zu, weltweit wird das Völkerrecht ohne Konsequenzen gebrochen und hierzulande wird unsere persönliche Sicherheit verspielt, indem man unser Gesundheitssystem zusammenstreicht, soziale Sicherheit abbaut und Arbeitnehmer*innenrechte zerstört. Errungenschaften, für die Generationen hart gekämpft haben. 

 

„Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“ Jean Jaurès, 1914

 

Dieser Satz hat heute mehr Aktualität denn je, auch wenn wir hier in Deutschland erst jetzt beginnen die Auswirkungen in unserem Leben zu spüren.

Wir befinden uns in einer Militarisierung, die auf Kosten von Arbeiter*innen Profit für einige wenige CEOs und Aktionäre erzeugt. Mit dem Geld, dass sie bei unserer Krankenversorgung, unseren Schulen und beim Klimaschutz und somit der Zukunft unserer Kinder gestrichen haben, werden die Taschen von einigen Wenigen weiter gefüllt. 

Aber: Unser Wirtschaftssystem, dass über unsere planetaren Grenzen hinaus wachsen soll und Konflikte um Ressourcen und Einflussgebiete schürt, ist kein Naturgesetz! Wir können es ändern.
Lasst uns gemeinsam und solidarisch für eine bessere Zukunft kämpfen!

 

Dazu müssen wir uns als Linke in RLP mehr ins Außen begeben und laut sein.

Auf der Straße, in den Betrieben und im Netz. 

 

Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.
Venceremos! 

 

Solidarische Grüße
Judith

Landesvorsitz, gemischte Liste

Liebe Genoss*innen,

ich bewerbe mich erneut für den Landesvorsitz, um in den nächsten zwei Jahren und darüber hinaus zusammen mit euch die Kampagnen- und Handlungsfähigkeit unseres Landesverbands zu stärken. Die letzten beiden Jahre waren in unserem Verband von zwei dicht aufeinander folgenden Wahlkämpfen sowie von einem enormen Mitgliederzuwachs geprägt. Dies war ein Kraftakt für viele von uns. 

Innerparteilich kommt es aus meiner Sicht jetzt darauf an, dass wir organisatorische Stärke aufbauen, um uns gegen die Kürzungen im sozialen und Gesundheitsbereich zu organisieren sowie gegen die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft. 

Die unfassbaren Investitionen in den Bereich der Aufrüstung sollten in internationale Zusammenarbeit, Friedensbildung, einen gerechten Umbau der Wirtschaft und echte Klimagerechtigkeit fließen und damit zu echter Sicherheit führen. Von den Rüstungsinvestitionen profitieren große Rüstungskonzerne und deren Aktionäre, während für uns die Wahrscheinlichkeit eines Kriegs steigt. Gleichzeitig nehmen die globalen (und auch lokalen) Auswirkungen des Klimawandels spürbar zu. 

Wir haben ein riesiges Potential in unserem Landesverband, weil wir sehr stark gewachsen sind. Daraus ergeben sich mehrere zentrale Aufgaben. Zum einen legen wir einen Fokus auf Mitgliederarbeit, sodass alle Mitglieder ihre Stärken in die Partei einbringen können und um sie zu befähigen neue Aufgaben zu übernehmen. Außerdem bieten wir regelmäßige Bildungsveranstaltungen an, die aus einer marxistischen Perspektive die gegenwärtige politische und gesellschaftliche Situation analysieren und stellen wirkungsvolle Handlungsansätze vor. Wir vernetzen uns auf Landesebene mit Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaften und anderen antifaschistischen Gruppen, um gemeinsam eine Gesellschaft zu fordern, zu erkämpfen und aufzubauen, die das Wohl aller vor die Gier Einzelner stellt.

Ich möchte die Kontakte, die ich während des Landtagswahlkampfs für die Partei knüpfen konnte, in die Bündnisarbeit auf Landesebene einfließen lassen und so die Gegenöffentlichkeit gegen das herrschende Narrativ von Kürzungen und ,,Kriegstüchtigkeit“ stärken. 

Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.

Solidarische Grüße

Rebecca

P.S. Bei Fragen zu meiner Vorstellung, Anmerkungen, konstruktiver Kritik, Ideen oder Zuspruch schreibt mir gerne unter: rebecca.ruppert@die-linke-rlp.de

 

Hier noch ein bisschen was zu mir:

Allgemeines:

• Name: Anna-Rebecca Ruppert, Rufname: Rebecca

• Transparente und wertschätzende Kommunikation ist mir sehr wichtig.

• Seit 2020 bin ich Mitglied der Partei im Kreisverband Mainz/Mainz-Bingen

 

Bisherige Rollen in der Landespartei:

  • Landesvorsitzende (2024-2026)
  • Besitzerin im Landesvorstand & Neumitgliederbeauftragte des Landesverbands (2023-2024)
  • Mitglied des Präsidiums des Landesausschusses (2022 - 2023)
  • Sprecherin LAG Betrieb & Gewerkschaft (2021-2023)
  • Delegierte zum Landesparteitag (2020- bis heute)
  • Delegierte zum Landesausschuss (2020 - 2023)

 

Weitere Mitgliedschaften:

BAG Betrieb & Gewerkschaft * BAG Linke hilft * ver.di * Wohnsitzlos in Mainz e.V 

Landesschatzmeister*in

Landesschriftführer*in

Liebe Genoss*innen, 

hiermit möchte ich mich auf das Amt der Schriftführung im neuen Landesvorstand bewerben. 

Die letzten zwei Jahre waren eine intensive Zeit für die Linke, bei der ich sie für die Linksjugend im Landesvorstand begleiten durfte. Die Partei hat sich verdreifacht, wir haben einen unvergleichlichen Bundestagswahlkampf geführt und sozialistische Politik unter jungen Menschen wieder en vogue gemacht. Den Aufstieg der AfD und rechtskonservativer Kräfte haben viele dieser jungen, aber auch viele junggebliebene und ältere Menschen zum Anlass genommen, das erste Mal politisch aktiv zu werden. Nur durch diesen frischen Wind und gebündelte Kräfte konnten wir in einen Landtagswahlkampf starten, wie wir ihn noch nie geführt haben. Wir haben unser bestes Ergebnis aller Zeiten geholt. Leider hat es für den Landtagseinzug nicht gereicht. Als Kandidat auf der Landesliste und als Mitglied im zentralen Wahlkampfteam war das natürlich nicht so leicht zu verdauen.

Aber der Kampf geht weiter. Die letzten Monate haben deutlicher als je zuvor gezeigt, warum es eine sozialistische Partei der Arbeiter*innenklasse braucht. Wir müssen uns wehren gegen den sozialen Kahlschlag, die Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft. Während ich diesen Text schreibe, plant das Innenministerium eine Ausweitung der Geheimdienstbefugnisse, die Bundeszentrale für politische Bildung eine stärkere Fokussierung auf Linksextremismus und die AfD Rheinland-Pfalz eine Stammtischoffensive auf dem Land.

Um dem etwas entgegenzusetzen, um uns nicht nur effektiv zu wehren, sondern auch für eine bessere Welt zu kämpfen, müssen die Strukturen dieser Partei mit ihrer Mitgliedschaft mitwachsen. Es braucht für uns als Mitglieder umfassende Möglichkeiten, uns theoretisch zu schulen und das Gelernte auch praktisch anzuwenden.

Und genau daran möchte ich gerne mit euch in den nächsten zwei Jahren arbeiten. Ich möchte das, was in in der letzten Legislatur und zwei Wahlkämpfen gelernt habe, endlich, in einer möglichst wahlkampfreien Zeit, umsetzen. Das was wir jetzt aufbauen bildet die Grundlage davon, dass wir beim nächsten Wahlkampf nicht nur eine ernstzunehmende Opposition zu den Reichen und Mächtigen sind, sondern vielmehr der politische Arm des Protests und der berechtigten Wut aller Menschen, die unter der aktuellen Politik leiden. 
 

Deshalb bitte ich um euren Vertrauen. 
-Ari 

Beisitzer*in für den Jugendverband

Beisitzer*in, weiblich

Liebe Genoss*innen, 

mein Name ist Diana Jashari, 28 Jahre alt, Arbeiterkind und Tochter Politscher Flüchtlinge aus Albanien. Seit meinem Eintritt Februar 2025 und als Beisitzerin im Bezirksvorstand der Vorderpfalz packe ich aktiv mit an. Hiermit bewerbe ich mich als Beisitzerin im Landesvorstand von Die Linke Rheinland-Pfalz. 

Die Hürden dieser Gesellschaft kenne ich nicht aus Soziologie Büchern, sondern aus meinem Alltag. Eine Barriere begleitet mich dabei ständig, Ich besitze keinen deutschen Pass. Das bedeutet, dass ich nicht wählen darf und bin den Entscheidungen einer Politik, auf die ich keinen Einfluss habe, schutzlos ausgeliefert.

​Genau das ist mein Antrieb. Lang genug haben Menschen wie ich von der Seitenlinie aus zusehen müssen, wie über unsere Köpfe hinweg bestimmt wird. Jetzt müssen und werden wir aktiv mit reingehen. Angesichts des starken Rechtsrucks in unserer Gesellschaft dürfen wir nicht schweigen, wir müssen ihm entschlossen etwas entgegensetzen. Ich bin politisch aktiv, um für mich und all jene zu kämpfen, denen die politische Stimme verwehrt bleibt. Die migrantische Realität gehört dorthin, wo Entscheidungen fallen. Diese kompromisslose Perspektive als Arbeiterin und Migrantin fehlt im Landesvorstand, und diese Lücke möchte ich schließen. 

​Ich kandidiere als lautstarke Stimme, damit Migrant*innen endlich aktive Gestalter*innen unserer Partei werden. Mein Ziel ist es, den flächendeckenden Aufbau migrantischer Strukturen, auch im ländlichen Raum, und die gezielte Förderung von BIPoC für Ämter und Mandate zur festen Praxis unseres Landesverbandes zu machen. Dabei müssen wir insbesondere Menschen ohne akademischen Hintergrund gezielt abholen und ihnen, unabhängig von einer Migrationsgeschichte, den Weg in die politische Mitgestaltung ebnen. Ergänzend dazu möchte ich transparente und nachvollziehbare Arbeit leisten, Entscheidungen offen kommunizieren und die Bindung zur Basis sowie zu den Kreisverbänden auf Augenhöhe vertiefen. 

​Ich bin nicht hier, um nur dabei zu sein, sondern damit wir endlich mitbestimmen können.

Nicht über uns, nicht ohne uns, sondern mit uns!

Ich freue mich über euren Vertrauen und eure Stimme.

Mit solidarischen Grüßen

Diana Jashari 

Liebe Genoss*innen,

hiermit bewerbe ich mich um einen Platz als Beisitzerin im Landesvorstand der Linken Rheinland-Pfalz.

Ich bin 55 Jahre alt, Kauffrau im Groß- und Außenhandel, ver.di-Mitglied und war viele Jahre als Betriebsrätin aktiv. Seit 2024 bin ich Mitglied unserer Partei, heute Co-Sprecherin im Ortsverband Kaiserslautern und Schriftführerin im Vorstand des Bezirksverbands Westpfalz.

Politisches Engagement bedeutet für mich aber schon lange mehr als Parteiarbeit. Als Regenbogenmama von fünf Kindern, Vorsitzende des Queeren Zentrums Kaiserslautern e. V. und Mitorganisatorin des ersten CSD in Kaiserslautern habe ich erfahren, wie wichtig es ist, gesellschaftliche Veränderungen nicht nur zu fordern, sondern sie gemeinsam zu organisieren und sichtbar zu machen.

 

Für den Landesvorstand möchte ich insbesondere drei politische Schwerpunkte einbringen:

 

1. Gewaltschutz und die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention

Der Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt darf nicht davon abhängen, ob gerade ein Platz in einem Frauenhaus frei ist oder ob eine Kommune die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen kann.

Wir brauchen ausreichend und dauerhaft durchfinanzierte Frauenhausplätze sowie alternative und niedrigschwellige Schutzräume. Opferschutz muss konsequent gestärkt werden. Die Rechte, die Sicherheit und die Selbstbestimmung von Betroffenen müssen im Mittelpunkt politischen Handelns stehen.

Die Istanbul-Konvention muss endlich umfassend umgesetzt werden – nicht nur auf dem Papier, sondern mit konkreten Strukturen, ausreichender Finanzierung und einem politischen Verständnis von Gewaltschutz als öffentliche Aufgabe.
 

2. Intersektionaler Feminismus und Queerpolitik und die Gleichstellung vielfältiger Familienmodelle

Queere Rechte sind Menschenrechte. Gerade in einer Zeit, in der queerfeindliche und antifeministische Positionen wieder offensiver vertreten werden, braucht es eine Linke, die sich klar und ohne Relativierungen an die Seite queerer Menschen stellt.

Ich möchte mich für die gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung queerer Menschen, aller Flinta* Personen und alternativer Familienmodelle einsetzen. Familie ist dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder davon, ob eine Familie einem traditionellen gesellschaftlichen Bild entspricht.

Intersektionale feministische und queere Politik darf für uns kein Nischenthema sein. Sie gehört in das Zentrum linker Politik, weil es dabei um Gleichheit, Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und den Schutz grundlegender Menschenrechte geht.


3. Solidarität mit Sexarbeiter*innen

Als dritten Schwerpunkt möchte ich eine linke Sexarbeitspolitik stärken, die diejenigen ernst nimmt, über deren Leben und Arbeit gesprochen wird.

Ich stehe für die Entstigmatisierung und Stärkung selbstbestimmter Sexarbeit, für Solidarität mit Sexarbeiter*innen und für ihre gesellschaftliche und arbeitsrechtliche Gleichstellung.

Sexarbeiter*innen brauchen keine Politik, die über ihre Köpfe hinweg entscheidet. Sie brauchen Rechte, Schutz, soziale Absicherung und die Möglichkeit, ihre Interessen selbstbestimmt zu vertreten.

Für mich gilt deshalb: Keine Politik über Sexarbeiter*innen ohne Sexarbeiter*innen.

Ausbeutung, Zwang und Menschenhandel müssen konsequent bekämpft werden. Gleichzeitig dürfen diese Verbrechen nicht dazu benutzt werden, selbstbestimmte Sexarbeit pauschal zu stigmatisieren oder die Rechte derjenigen einzuschränken, die dieser Arbeit freiwillig nachgehen. Eine linke Politik muss beides können: Menschen vor Ausbeutung schützen und zugleich ihre Selbstbestimmung verteidigen.

Was ich in den Landesvorstand einbringen möchte

Meine politische Arbeit verbindet unterschiedliche Erfahrungen: als langjährige Betriebsrätin und Gewerkschafterin, als Mutter einer großen Regenbogenfamilie, aus der queeren Vereins- und Communityarbeit und inzwischen auch aus der aktiven Parteiarbeit.

Diese Perspektiven möchte ich stärker miteinander verbinden.

Denn Arbeitskämpfe, Feminismus, queere Emanzipation und der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung gehören für mich zusammen. Eine starke Linke muss dort stehen, wo Menschen um ihre Rechte, ihre Würde und ihre Selbstbestimmung kämpfen – im Betrieb genauso wie im Frauenhaus, im queeren Zentrum, auf dem CSD oder in der politischen Auseinandersetzung um die Rechte von Sexarbeiter*innen.

Ich möchte dazu beitragen, dass Die Linke Rheinland-Pfalz eine konsequent intersektional feministische, solidarische und menschenrechtsorientierte Stimme ist – innerhalb unserer Partei ebenso wie nach außen.

Dabei bringe ich nicht nur meine politischen Überzeugungen mit, sondern auch viele Jahre Erfahrung darin, Interessen zu vertreten, Konflikte auszuhalten, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.

Deshalb bitte ich euch um euer Vertrauen und eure Stimme für meine Kandidatur als Beisitzerin im Landesvorstand.

Solidarische Grüße

Lena Karch
Otterberg

 

Liebe Genoss*innen,

nach zwei Runden im Landesvorstand, zuletzt als Schriftführerin, möchte ich mich erneut für einen Beisitz im Landesvorstand von Die Linke Rheinland-Pfalz bewerben.

Wir haben in den vergangenen Jahren viel bewegt: Strukturen aufgebaut und gefestigt, Wahlkämpfe gemeistert, Neumitglieder gewonnen und unserem Landesverband nach außen ein präsentes, junges, feministisches und entschlossenes Gesicht gegeben. Darauf können wir gemeinsam stolz sein.

Ich möchte weiter am Puls in Rheinland-Pfalz mitarbeiten. Denn die Geschicke unserer Partei entscheiden sich nicht nur in Berlin und nicht allein in Parlamenten. Die entscheidende Arbeit, um linke Politik stark zu machen, findet an der Basis statt: in den Kreisverbänden, in Betrieben, auf der Straße und gemeinsam mit den Menschen, die von Politik betroffen sind.

Unser Ziel muss eine organisierende Klassenpartei sein: eine Linke, die nicht nur über soziale Probleme spricht, sondern Menschen dabei unterstützt, sich zu organisieren und gemeinsam für ihre Interessen zu kämpfen. Genau darin liegt unsere Stärke: in der Gegenwehr.

Ich möchte deshalb mein Mandat als Bundestagsabgeordnete eng mit meiner Arbeit im Landesverband verbinden. Gerade weil es in dieser Wahlperiode keine Landesgruppe Rheinland-Pfalz im Bundestag gibt, sehe ich hier eine besondere Verantwortung: Ich möchte die Brücke zwischen unserer Basis in RLP und der Arbeit in Berlin weiterhin aktiv gestalten, kurze Wege nutzen und dafür sorgen, dass die Themen und Perspektiven unseres Landesverbandes in Berlin gehört werden. Gleichzeitig möchte ich meine Erfahrungen und Möglichkeiten als MdB dort einbringen, wo sie unseren Landesverband stärken. Die bisherige konstruktive Arbeit möchte ich gemeinsam im Landesvorstand weiterentwickeln, Prozesse kritisch hinterfragen und aus Fehlern lernen.

Politisch stehe ich unverändert für eine solidarische Gesundheitsversorgung, gegen die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft und ihre Auswirkungen bis hinein in die Arbeitswelt. Als Sozialistin bin ich Gewerkschafterin. Das Bewusstsein dafür, dass wir als Arbeiter*innen gemeinsam Gegenmacht entwickeln können, müssen wir wieder stärker erlernen.

Ich bekomme jede Woche Nachrichten von Beschäftigten aus unserem Landesverband aus Pflege, Erziehung, Einzelhandel, Industrie, Logistik und vielen anderen Bereichen. Sie schreiben mir nicht, dass sie nicht arbeiten wollen. Sie schreiben, dass sie nicht mehr können. Überstunden, Personalmangel und die Unvereinbarkeit von Arbeit, Familie und Sorgearbeit sind Alltag.

Das ist auch eine feministische Frage: Wenn sich der Sozialstaat zurückzieht, verschwindet Sorgearbeit nicht. Sie wird privatisiert – und landet zumeist wieder bei den Frauen.

Die Regierung nennen es Eigenverantwortung. Wir nennen es die Privatisierung von Krankheit, Risiko und Sorgearbeit.

Gesundheit beginnt mit einem sicheren Arbeitsplatz, einem Lohn, der zum Leben reicht, Zeit für Familie und Erholung und einer bezahlbaren Wohnung. Dafür kämpfen wir: für mehr Personal, gute Löhne, Tarifbindung, planbare Arbeitszeiten, sichere Beschäftigung, starke Mitbestimmung und einen Sozialstaat, der schützt, statt zu kontrollieren. 

Wir Linke wissen, wovon wir sprechen, weil wir den Beschäftigten zuhören, mit ihnen vor Werkstoren stehen, in Krankenhäusern, Kitas und Betrieben – und weil viele von uns selbst aus dieser Arbeitswelt kommen.

Nicht die Beschäftigten sind das Problem. Die Verhältnisse sind das Problem. Und Verhältnisse kann man verändern.

Lasst uns in Rheinland-Pfalz weiter zusammenwachsen, unsere Strukturen verteidigen und ausbauen und gemeinsam Gegenmacht organisieren.

Dafür möchte ich in meiner dritten Runde im Landesvorstand als Beisitzerin mit Verantwortung übernehmen.

Für eine starke Linke in Rheinland-Pfalz. Für eine organisierende Klassenpartei. Für soziale Gerechtigkeit, gelebte Solidarität und eine sichere Daseinsvorsorge. 

Ich freue mich über eure Unterstützung.

Solidarische Grüße
Julia-C. Stange

Beisitzer*in, gemischte Liste

Liebe Genoss*innen,

hiermit bewerbe ich mich erneut auf das Amt als Beisitzer im Landesvorstand der Linken Rheinland-Pfalz. In den vergangenen zwei Jahren war unsere Partei von dem vielleicht größten Wandel ihrer Geschichte geprägt. Als frisch gewählter Landesvorstand mussten wir fast unmittelbar einen Bundestagswahlkampf aus dem Boden stampfen. Als Direkt- und Listenkandidat habe ich damals mein Bestes gegeben, um unsere Partei ganz unmittelbar nach Außen zu vertreten und ich bin bis heute stolz darauf, dass ich ein Teil des Wiederaufstiegs unserer Partei sein durfte.

Ein Teil von vielen. Vor allem die zahlreichen Neumitglieder um die Bundestagswahl haben dieser Partei wieder Leben eingehaucht, die viele schon totgesagt hatten. Die größte Stärke sozialistischer Bewegungen war stets ihre Stärke in der Masse. Noch nie in der deutschen Geschichte hat eine Partei in so kurzer Zeit so viele neue Mitglieder gewonnen. Doch das stellt uns auch vor Herausforderungen. Die Bundestagswahl und der praktisch nahtlos anschließende Landtagswahlkampf haben dazu geführt, dass wir vieles nicht auffangen konnten. Ich möchte die kommenden zwei Jahren dafür nutzen, die Partei zugänglicher zu machen und Barrieren abzubauen. Dafür möchte ich mich vor allem für Bildungsveranstaltungen, praktischer wie theoretischer Natur, ausbauen, die sich eng an den Bedarfen in unserer Mitgliedschaft orientieren, sowie mehr Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs, auch zwischen Kreisverbänden schaffen.

Weiter möchte ich die antimilitaristischen Positionen in unserem weiter stärken. Mit der Air Base Ramstein und der Stationierung von Atomwaffen in Büchel ist das für uns ein Thema wie für keinen anderen Landesverband. Die Schließung der aller US-Militärstandorte muss in Rheinland-Pfalz auf die politische Agenda. Hierfür möchte ich eine Kampagne in Gang bringen, welche eng mit den Menschen vor Ort zusammenarbeitet und an deren Ende ein Konzept zur sozial verträglichen Konversion steht.

Zudem möchte ich mein Amt als Mitglied im Bundesvorstand unserer Partei auch dazu nutzen, eine direkte Schnittstelle zwischen Bundespolitik und unserer Arbeit vor Ort zu sein. Als kleinerer Landesverband werden wir in den Überlegungen auf der Bundesebene schneller mal übersehen und dem möchte ich aktiv entgegen wirken.

Ich möchte mich weitere zwei Jahre in unserem Landesverband einbringen und hoffe dafür erneut auf euer Vertrauen!

Mein Name ist Harald Straberg,

 ich bin 69 Jahre alt, aber keine Sorge, gegenüber dem Kapitalismus und seinen Auswirkungen kein bisschen Altersmilde.

In der Partei bin ich seit Februar letzten Jahres. Dies war ein langer Prozess um die Frage wo ist der beste Platz, um gegen die bestehenden Verhältnisse anzugehen. 

Was sind die bestehenden Verhältnisse? Zuerst einmal die wahnhafte Aufrüstung und die Pflege eines Feindbildes, der Abbruch aller diplomatischen Bemühungen und die Darstellung der Kriegsvorbereitung als alternativlos.

Durch diese Zeitenwende kommt die Spaltung der Gesellschaft so richtig zum Vorschein, da man die, die Produktionsmittel besitzen, für unantastbar erklärt, werden die Sozialleistungen zusammengestrichen oder um es drastischer zu bezeichnen mit der Kettensäge zerlegt.

Dies wird erst der Anfang sein. Es hört sich wenig an, 5% des Bruttoinlandproduktes für Kriegsausgaben, aber das sind 50 % des Bundeshaushaltes. Da ist bald nur noch Geld für Rüstung und Zinsen da. Ich will hier gar nicht aufzählen wo und was alles gekürzt und gestrichen wird, das wisst ihr alle selbst sehr genau.

Es ist die Aufgabe unserer Partei dagegen den Widerstand zu organisieren. Jeder Kampf, den wir mit Betroffenen gemeinsam führen, gegen hohe Mieten, falschen Heizkosten, um Kitaplätze, aber auch gegen Betriebsstillegungen und Entlassungen oder um die Anerkennung als Kriegsdienst-verweigerIn, bringt ein Stück Erfahrung mit, dass kämpfen sich lohnt und nur mit diesem Gefühl haben wir eine Chance. Wir müssen nach Wegen suchen mehr GenossInnen zu einer aktiven Mitarbeit zu bewegen. Nach dem Motto das Fasia Jansen mal in einem Lied für die Gewerkschaften beschrieben hat: „Zahl nicht nur den Beitrag, trage auch was bei“

Konkret zu mir: ich wohne in Osthofen, Kreisverband Alzey-Worms- Donnersberg. Aktiv bin ich in Stadtverband Worms. Meine Schwerpunkte sind Sozialberatung, Beratung zur Kriegsdienst-verweigerung und kommunale Fragen. Ich bin Vater einer Tochter und Opa von zwei Enkeln, für diese und alle Kinder müssen wir eine friedliche sozialistische Welt aufbauen.

Als unsere Aufgabe sehe ich, zuerst einmal die Hoffnung zu organisieren, den Kampf gegen die Rechten egal in welchem Mäntelchen sie auch gerade auftreten, die Entwicklung linker Politik im ländlichen Raum.

Dabei würde ich gerne auf Landesebene mitarbeiten und mich mit Erfahrungen, die ich gemacht habe und den Erfahrungen, die ich noch machen darf, einbringen. Was mir an der Linken gefällt: Es ist die Vielfältigkeit der Mitglieder, die bunten Ideen und die gemeinsamen Ziele immer gemeinsam nie allein, gegen die Einfältigkeit der Rechten.

Harald Straberg 13.08.2026

Venceremos

Kandidaturen Landesschiedskommission

Kandidaturen Landesfinanzrevisionskommission

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