Arbeitsplätze sichern statt Profite maximieren
Schließung des BioNTech-Standorts in Idar-Oberstein ist ein fatales Signal
Die angekündigte Schließung des BioNTech-Standorts in Idar-Oberstein ist ein schwerer Schlag für die Beschäftigten, ihre Familien und die gesamte Region. Während der Konzern in den vergangenen Jahren nicht zuletzt auch durch öffentlich geförderte Forschung immense Gewinne erzielen konnte, sollen nun die Beschäftigten die Konsequenzen einer kurzsichtigen Unternehmensstrategie tragen.
„Der massive Stellenabbau bei BioNTech ist kein Einzelfall, sondern das Ergebnis von politischer Naivität und unternehmerischen Kalkül. Ob bei Stabilus, ZF oder Novelis im Norden, oder z.B. Mann + Hummel im Süden, Rheinland-Pfalz verliert aktuell tausende Industriearbeitsplätze. Die Beschäftigten dürfen nicht zum Spielball internationaler Renditeinteressen werden“, fordert die Bundestagsabgeordnete und Gewerkschafterin Julia-Christina Stange.
Besonders kritisch ist, dass BioNTech als Unternehmen massiv von staatlicher Unterstützung profitiert hat. Es ist daher nicht hinnehmbar, dass sich der Konzern nun seiner Verantwortung entzieht. Öffentliche Gelder müssen an klare soziale und beschäftigungspolitische Bedingungen geknüpft werden. Dazu gehört ein verbindlicher Schutz von Arbeitsplätzen und Standorten.
„Von der Landesregierung gebauchpinselt, mit großen Versprechungen CureVac übernommen – und jetzt stehen die Beschäftigten dennoch auf der Straße. Für die Beschäftigten im strukturschwachen Idar-Oberstein ist das ein Schlag in die Magengrube und lässt das Vertrauen in gute Industriepolitik weiterhin schwinden“, so Jerome Frantz, Co-Sprecher der LAG Betrieb & Gewerkschaft der Linken Rheinland-Pfalz. „Es zeigt: Für Konzerne geht Marge vor dem Menschen – doch genau andersrum muss es sein.“
Auch für den bereits stark defizitären Kreishaushalt würde die Standortschließung weitere immense Einschnitte bedeuten. Rainer Böß, Kreistagsmitglied und Kreisvorsitzender der Linken im Kreis Birkenfeld kritisiert: „Die ausbleibende Gewerbesteuer würde den bereits stark defizitären Kreishaushalt weiter belasten – eine Entwicklung, die im Kreis Birkenfeld verheerend sein könnte.“
„Was jetzt benötigt wird, ist politischer Druck und solidarisches Handeln, um die Arbeitsplätze zu sichern und Perspektiven für die Region zu schaffen“, so Stange. „Und dies gelingt nur durch mehr demokratische Mitbestimmung in Unternehmen durch die Arbeiter*innen, auf deren Rücken die Profite erwirtschaftet werden.“ Es brauche klare gesetzliche Regelungen, welche die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen, wenn sie öffentliche Fördermittel erhalten. Die neue Landesregierung steht bereits jetzt unter Druck!
Pressemitteilung vom 07.05.2026
Die Linke fordert Energiekrisengeld!
Schmerz-März: Höchste Inflationsrate seit Dezember 2024 in RLP.
Laut Statistischem Bundesamt sind die Verbraucherpreise in RLP im Monat März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 % gestiegen. Vor allem Kraftstoffe haben sich stark verteuert, die Preise liegen im März um 25,6 % höher als im Vorjahr. Aber auch die Lebensmittelpreise steigen und zusammen mit den viel zu hohen Mieten hieß das für die Rheinland-Pfälzer*innen:
„Das war ein Schmerz-März! Für viele Rheinland-Pfälzer*innen werden die Ostertage eine Herausforderung und Belastungsprobe für den Geldbeutel. Eine Übergewinnsteuer für die Mineralölkonzerne sowie eine einmaliges Energiekrisengeld von 150 Euro, so wie wir es auf Bundesebene fordern, würde den Alltag für sehr viele erleichtern. Hier müssen nun auch die neu gewählten Politiker*innen in RLP aktiv werden und ihre Versprechungen umsetzen.“ so Rebecca Ruppert, Landesvorsitzende.
„Wir erwarten vom neuen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder (CDU) seine Kritik, die er bereits an der Stromsteuersenkung der Ampel-Regierung geübt hat, umzusetzen: Herr Schnieder, wenn sie sich wirklich für die privaten Verbraucher*innen einsetzen wollen, dann setzen sie sich für eine Übergewinnsteuer und bringen sie ein Energiekrisengeld für die Rheinland-Pfälzer*innen auf den Weg. Oder war ihr Einsatz für die Verbraucher*innen nur schönes Gerede für den Wahlkampf?“ so Ruppert.
Wir danken all unseren Wähler*innen
Ein guter Tag um in Die Linke einzutreten
Die Linke erreicht mit 4,4 % das beste Ergebnis bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz – leider hat es für den Einzug nicht gereicht.
„Ich danke allen, die im Wahlkampf aktiv waren und kandiert haben für ihre unermüdliche ehrenamtliche Arbeit. Wir haben das beste Ergebnis erreicht, dass die Linke in Rheinland-Pfalz bei einer Landtagswahl je erzielt hat.“ so Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende.
„Natürlich sind wir enttäuscht, dass es bei diesem Mal noch nicht gereicht hat. Wir danken jeder Person, die uns durch ihre Stimme das Vertrauen geschenkt hat und werden die nächsten 5 Jahre nutzen, um die Regierung auch in der außerparlamentarischen Opposition zu kontrollieren und stärker zu werden. Wir haben uns bereits jetzt verdreifacht in der Mitgliedschaft, aber haben noch Platz. Heute ist ein guter Tag, um in Die Linke einzutreten.“
Pressemitteilung 23.03.026
Kurz vor Wahltag:
Linke begrüßt 4.000. Mitglied
Das 4.000. Mitglied in Rheinland-Pfalz kommt aus Ludwigshafen, ist 38 Jahre alt und weiblich. Seit Januar sind nochmals über 230 Menschen in Die Linke Rheinland-Pfalz eingetreten.
„Ich freue mich sehr, dass der Zuspruch den wir im Land erleben sich auch in Mitgliedern niederschlägt.“ so Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende.
„Viele wollen dabei sein, wenn wir in 6 Tage zum ersten Mal in den Landtag einziehen! Unsere Forderung nach bezahlbarem Wohnraum, einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung und unsere klare Position gegen den Rechtsruck liegen den Menschen in Rheinland-Pfalz am Herzen. Aber auch wenn wir uns jetzt schon verdreifacht haben innerhalb des letzten Jahres, wir haben noch Platz. Alle ab 14 Jahren können bei uns Mitglied werden, unabhängig der Staatsbürgerschaft“, ergänzt Ruppert.
Pressemitteilung 16.03.2026
Mitglied werden
Mitmachen und einmischen! Für Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Für Dich und mit Dir.
Bundesregierung schickt Kinder zur Tafel
RLP muss Folgen der Bürgergeld-Reform kompensieren
Ruppert: „Die Bundesregierung vergreift sich an den Schwächsten in unserer Gesellschaft. Das ist in meinen Augen zutiefst zu verachten. Erst hat die CDU im gescheiterten Versuch, der rechtsextremen AfD ihre Themen abzunehmen, Geflüchtete ins Fadenkreuz genommen. Nun richtet sie sich gegen Leistungsbezieher, aber auch gegen die arbeitende Bevölkerung“, kritisiert Rebecca Ruppert, Landesvorsitzende und Spitzenkandidaten der Linken, die vergangene Woche im Bundestag beschlossene Abschaffung des Bürgergeldes und Einführung der sogenannten „Grundsicherung“.
„Das hat ganz klar System: Nach unten treten, nach oben buckeln, und nach rechts außen anbiedern. Besonders erschreckt mich, dass die SPD als angebliche Partei der Arbeiter*innen hier keine roten Linien gezogen, sondern still danebengestanden und höchstens noch betreten zur Seite geschaut hat. Denn diese Reform betrifft letztlich eben nicht nur verschwindend wenigen „Totalverweigerer“, sondern auch und gerade Menschen in schwierigen Arbeitsverhältnissen. Hier haben Arbeitgeber nun noch mehr Macht, mit Kündigungen zu drohen, weil das soziale Sicherungsnetz jetzt große Löcher aufweist und man sich nicht sicher sein kann, ob es einen noch wirklich auffängt.“
Doch die Gruppe derer, die unter der Reform zu leiden haben, sei laut Ruppert noch erheblich größer: „Menschen in emotional herausfordernden Lebenslagen, Menschen mit psychischen Erkrankungen für die aufgrund der viel zu wenigen Kassensitze für Psychotherapeuten keine Diagnose vorliegt, Menschen mit familiären Verpflichtungen und viele andere werden unter diesem zusätzlichen Druck und dem damit einhergehenden Generalverdacht leiden. Und ganz besonders wird es Kinder treffen, wenn den Eltern die Grundsicherung gekürzt oder gar gestrichen wird. Da muss man so klar sagen: Die Bundesregierung vergreift sich an den Schwächsten in unserer Gesellschaft. Das ist in meinen Augen asozial.“
„Leider können wir aus Rheinland-Pfalz direkt nur wenig Einfluss auf diese katastrophale Reform der Bundesregierung nehmen. Stattdessen fordern wir, dass das Land Rheinland-Pfalz einspringt und die schlimmsten Folgen der verfehlten Bundespolitik kompensiert. Das könnte über zusätzliche Förderung etwa für das Deutschlandticket, stärkere Unterstützung von wohltätigen Organisationen und natürlich die gezielte Unterstützung von Kommunen bei freiwilligen sozialen Aufgaben und Projekten. Entsprechende Konzepte arbeiten wir bereits aus und werden wir nach der Wahl schnellstmöglich zum Gegenstand unserer parlamentarischen Arbeit machen“, verspricht Ruppert. „Ein Abgleiten in eine unsoziale, unsolidarische Gesellschaft, in der Konzerne und lobbygesteuerte Volksvertreter nach Belieben über die Menschen bestimmen, können wir nicht tolerieren. Denn das wäre letztlich auch das Ende unserer freiheitlichen Demokratie“, stellt Ruppert fest.
Pressemitteilung vom 09.03.2026
Die Linke vor Ort...
Eine Übersicht der Kreisverbände in Rheinland-Pfalz und euren Ansprechpartner*innen vor Ort findet ihr hier...
Finger weg von unserer Jugend!
Nein zur Wehrpflicht – raus zum Schulstreik am 5. März!
Mit dem Wehrdienst-Modernisierungsgesetz hat die Bundesregierung angefangen, den Boden zum Zwangsdienst an der Waffe vorzubereitet. Nach der systematischen Wehrerfassung ist der Schritt zur Wehrpflicht nicht mehr weit. Bereits bei den engagierten jungen Menschen der Fridays for Future-Bewegung haben die regierenden Parteien mit ihrer fehlenden Klima-Politik gezeigt, dass sie nicht viel auf die Zukunft der kommenden Generationen geben.
„Wir stehen an der Seite der Jugendlichen, die keinen Zwangsdienst wollen. Wir müssen Perspektiven schaffen und die Aufrüstung schafft keine Perspektive für die Zukunft!", so Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende der Linken RLP.
„Die aktuelle Weltlage macht gerade jungen Menschen Angst, da sie zurecht den Zwangsdienst an der Waffe befürchten müssen. Angriffskriege werden wieder zum legitimen politischen Mittel, unterstützt durch eine Kriegstüchtigkeits-Rhetorik, die vergessen lässt, dass Deutschland zu den weltweit führenden Waffenexporteuren gehört und von Krieg, Leid und Tod profitiert“, so Jens Schwaab, Sprecher für Frieden und Abrüstung der Linken RLP.
„Die Linke steht ein für: Frieden statt Aufrüstung, keine Zwangsdienste und endlich raus mit der Bundeswehr aus den Schulen! Investitionen in Bildung und soziale Infrastruktur statt Militarisierung und Tod. Daher rufen wir auf: Ob jung oder alt – schließt euch den Schulstreiks am 5. März an - für eine solidarische Zukunft!“, so Ruppert abschließend.
Pressemitteilung 04.03.2026
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Aktuelle Mitteilungen aus Stadt und Land
Mit Erschrecken mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass der SWR für den 17.06. ein Gespräch über den Kalkofen in ihrem frisch eingerichteten PopUp-Store am Schillerplatz in Kaiserslautern plant, an dem der SPD-Bundestagsabgeordnete Mathias Mieves, eine Vertreterin eines Unterstützungsvereins und der AfD-Politiker Sebastian Münzenmaier teilnehmen… Weiterlesen
Ideen, Fragen, Probleme? – Die Linksfraktion will’s wissen! Am Montag, den 1. Juni 2026 in der Zeit von 16:30 bis 17:30 Uhr bietet die Linksfraktion eine Sprechstunde an. Diesmal steht Tupac Orellana, Co-Vorsitzender und jugend- sowie wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion für ein Gespräch zur Verfügung. Die Sprechstunde findet in… Weiterlesen
Wir fordern: „Nehmt die Anwohner*innen mit“ Weiterlesen
Am letzten Montag, dem 11.05.2026 wurde im Stadtrat der Bau eines neuen Förderschulcampus am Ort der Stiftswaldschule beschlossen. Ausgangslage für den Beschluss ist der marode Zustand der derzeitigen Förderschulen „Am Beilstein“ und „Fritz-Walter-Schule“, der im neu aufgelegten Schulentwicklungsplan festgestellt wurde. Dass neue Räume für… Weiterlesen
Die Wohnbau Mainz wirbt bei ihren Mieter*innen mit einem neuen Angebot: Menschen über 55, die in einer freifinanzierten Wohnung der Wohnbau leben und bereit und willens sind, sich zu verkleinern, erhalten die Möglichkeit, zu günstigen Bedingungen ihre Wohnung gegen eine kleinere zu tauschen. Garantiert wird dabei, dass der Quadratmeterpreis… Weiterlesen
Mehr Parkplätze retten den Innenstadthandel nicht. Statt mehr Blech braucht Kaiserslautern einen starken ÖPNV, smarte Parkhaus-Kooperationen und eine lebenswerte Stadt für Menschen. Weiterlesen








