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Kein Arzt? Kein Bus? Schluss!

Man sollte meinen, dass Mobilität in jeder Lebensphase eine Selbstverständlichkeit ist. Man sollte meinen, dass Schülerinnen und Schülern ebenso kostenlos  von A nach B fahren können wie  Erwerbslose und Menschen mit geringem Einkommen. Doch leider scheinen SPD, CDU und Grüne das  im Landtag anders zu sehen. Die  Daseinsvorsorge für alle Menschen steht offenbar nicht auf ihrer Agenda.

Und: Es gibt in Rheinland-Pfalz Orte, in denen sogar akut und dauerhaft erkrankte Personen erhebliche Schwierigkeiten haben, medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen. Viele kommunale und Kreiskrankenhäuser sind längst geschlossen, die „Landflucht“ von Ärztinnen und Ärzten setzt sich fort, in den Städten werden Notarztzentralen aus Kostengründen dichtgemacht. An eine vernünftige und bedarfsgerechte medizinische Versorgung in der Stadt und auf dem Land ist vielerorts schon lange nicht mehr zu denken.

DIE LINKE ist davon überzeugt, dass Mobilität und die flächendeckende Gesundheitsversorgung Grundbedingungen für unser gesellschaftliches Miteinander und die Teilhabe aller Menschen sind. Während in den Städten aufgrund der zunehmenden Privatisierungen oftmals die „Preisfrage“ für beides entscheidend ist, sind die Herausforderungen auf dem Land anderer Natur: Fahrtstrecken werden oft nur noch zu Stoßzeiten bedient, das ländliche Rheinland-Pfalz ist von funktionierenden Verkehrs- und medizinischen Versorgungsstrukturen weitgehend abgehängt.

Für DIE LINKE gilt deshalb: Der öffentliche Nahverkehr muss ticketlos und für alle in gleichem Maße als infrastrukturelle Grundversorgung gewährleistet sein. Bezahlen wollen wir das wie bisher mit Steuermitteln, einer Abgabe der Wirtschaft und einem Haushaltsbeitrag. Ebenso gehört die flächendeckende Versorgung mit Arztpraxen, Krankenhäusern und Notfallzentralen zu unseren Forderungen - insbesondere für den ländlichen Raum. Die Schließung oder Privatisierung von Kliniken lehnen wir ab. Unser Leitbild: Die medizinische Versorgung nach dem Modell der Polikliniken einschließlich Spezialistinnen und Spezialisten vor Ort stellt eine echte Zukunftsperspektive für das Gesundheitswesen vor allem in den Landkreisen dar. Eine Adresse mit wichtiger Infrastruktur für alle – gut zu erreichen, ohne lange Fahrtwege und Wartezeiten – kostendämpfend, umweltgerecht und sozial.