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WPS von "Allgemeiner Deutscher Fahrradclub Rheinland-Pfalz"

 

1          Welche Ziele hat sich Ihre Partei für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz gesetzt?

Das Rad muss im Nahverkehr eine größere Rolle spielen, deswegen wollen wir einen umweltfreundlichen Mobilitätsverbund - zu Fuß, per Rad, mit Bus und Bahn. Dessen Anteil an den zurückgelegten Wegen wollen wir deutlich steigern und den motorisierten Individualverkehr reduzieren. Wir setzen uns in der Raumplanung für kurze Wege zwischen Wohnen, Freizeit, Arbeit und Bildung sowie für eine fuß- und fahrradfreundliche Siedlungsstruktur ein.

Auch den Radtourismus wollen wir weiter fördern und ausbauen. Das ist sowohl ein Beitrag zum Klimaschutz wie auch zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in Rheinland-Pfalz und der Besucher_innen aus aller Welt.

Ein Schlüssel zur Erreichung dieser Ziele für sehen wir in der gezielten Vernetzung der verschiedenen

Verkehrsmittel. Dabei muss der ÖPNV ausgebaut werden und die Möglichkeiten der Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen verbessert werden.

 

2          Welches Budget schlagen Sie auf Landesebene für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz vor? Wie wollen Sie das Thema in Zukunft personell verankern?

 

Die Mittel müssen ausreichend sein, um in dieser Legislaturperiode eine deutliche Verbesserung der Situation zu erzielen. Ein Maßstab dafür könnte der Fahrradklimatest des ADFC sein.   

 

3          Zwischen Mainz und Bingen wird ein Pendlerradweg gebaut. In welchen Regionen macht das aus Ihrer Sicht außerdem noch Sinn?

Separate Radschnellwege bieten besonders in den Flusstälern um die Großstädte Mainz und Ludwigshafen, in geringerem Umfang auch für Koblenz, Trier und Kaiserslautern eine gute Möglichkeit, die Fahrradnutzung für den Weg zur Arbeit, aber auch in der Freizeit zu befördern. Sie bieten Sicherheit und zügigen Verkehrsfluss, der nicht durch Kreuzungen behindert wird.   

 

4          Wie soll in Zukunft mehr Sicherheit für Radfahrer erreicht werden?

Tempo 30 km wollen wir innerstädtisch ausbauen, reine Fahrradstraßen insbesondere für die Schulwege schaffen, Schutz- und Fahrradstreifen ausbauen sowie Aufstellflächen an Kreuzungen schaffen. Dafür muss auch die Verkehrswegeplanung des Landes überarbeitet werden. Den Kommunen müssen das für solche Maßnahmen notwendige Geld im Rahmen des Finanzausgleichs erhalten.

 

5          Wie soll das Land die Kommunen bei der Planung und Umsetzung von Plänen für mehr Radverkehr unterstützen?

Kernfrage vor Ort ist vor allem die Schaffung sicherer und zusätzlicher Radwege. Weil das Geld kostet, muss das Land die Kommunen endlich verfassungsgemäß - also ausreichend – finanzieren. Wichtig sind auch Radfahrkurse für junge Menschen und Flüchtlinge.