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Um den Lohn geprellt und auf die Straße gesetzt Glasfaser-Unternehmer in RLP beuten ausländische Arbeitskräfte aus

„Phoenix Engineering und die UGG müssen jetzt reagieren und Verantwortung für ihre Beschäftigten übernehmen!“, Rebecca Ruppert, Vorsitzende Die Linke RLP.

Am vergangenen Wochenende spielten sich im Rhein-Lahn-Kreis dramatische Szenen ab: Aus der Unterkunft geworfen und ohne Bezahlung standen plötzlich mehrere ausländische Arbeiter u.a. in Koblenz auf der Straße. Es sind sogenannte „mobile Beschäftigte“, die z.B. aus Rumänien für einige Monate zum Arbeiten nach Deutschland kommen. In diesem Fall sind es Beschäftigte der Firma Phoenix Engineering, die wiederum im Auftrag der UGG (Unsere Grüne Glasfaser) für den Glasfaserausbau im Rhein-Lahn-Kreis zuständig ist. Phoenix Engineering hat scheinbar weder Lohn noch die Mieten für ihre Beschäftigen gezahlt und weist wohl auch große Zahlungsrückstände bei ihren Subunternehmen auf.

„Häufig wissen solche Unternehmen, dass sich die ausländischen Arbeiter kaum wehren können und viel hinnehmen – von horrenden Mieten, die vom Lohn abgezogen werden, über schlechte Arbeitsbedingungen bis hin zu Einschüchterungsversuchen, wenn sie sich beschweren - und stellen sie genau deswegen ein“, vermutet Sebastian Dohn, der für die Linke Rhein-Lahn und in Zusammenarbeit mit „Die Linke hilft Koblenz“ erste Hilfe für die Arbeiter leisten konnte.

„Es ist beeindruckend, wie schnell hier die Linke Koblenz / Rhein-Lahn reagiert hat, Lebensmittel und temporäre Unterkünfte für einige Arbeiter organisieren konnte. Das kann aber keine dauerhafte Antwort auf ein systemisches Versagen sein“ so Rebecca Ruppert, Vorsitzende der Linken Rheinland-Pfalz.

„Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Glasfaser-Ausbau nicht von der öffentlichen Hand besser kontrolliert und solchen windigen Unternehmen überlassen wird. Wir brauchen transparente und klare Haftungsregelungen sowie ein Verbot von Werkverträgen für diese Branche. Und schließlich müssen Projekte wie „Faire Mobilität“, die mobile Beschäftige beraten, weiter ausgebaut und dauerhaft verstetigt werden.“ so Ruppert weiter. Ruppert bekräftigt: „Phoenix Engineering und die UGG müssen jetzt reagieren und Verantwortung für ihre Beschäftigten übernehmen!“

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