Nachhilfe im Rechnen:
Bildungsministerium versagt bei Stellenplanung
In Rheinland-Pfalz seien fast alle Planstellen für Lehrkräfte besetzt, lässt das Bildungsministerium zu Anfang des neuen Schuljahres zufrieden verlautbaren. Doch mit dem Schulalltag von Lehrkräften und Schüler*innen lässt sich das so gar nicht vereinbaren, ganz im Gegenteil: Laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fehlen aktuell mindestens 5.000 Lehrkräfte! Und diese insbesondere an den Realschulen Plus. Mit Blick auf die nächsten 10 Jahre werden bundesweit ca. 49.000 Lehrkräfte fehlen.
„Um den Schüler*innen in Rheinland-Pfalz gerecht zu werden, brauchen wir neue Berechnungsgrundlagen bei der Stellenplanung. Das beginnt bei einer zusätzlichen Lehrkräfteversorgung von 110 %, wie es u.a. die GEW fordert. Die jetzigen Planstellen reichen kein bisschen aus: Das Bildungsministerium braucht dringend Nachhilfe im Rechnen!“, so Rebecca Ruppert, Vorsitzende Die Linke RLP.
Eine inklusive und individuelle Förderung von Schüler*innen kann nur gelingen, wenn Inklusion zum Fokus im Lehramtsstudium wird. Für die Umsetzung braucht es dann kleinere Klassen. Aktuell liegt die Grenze in der Mittelstufe der Gymnasien bei 33, in der Unterstufe bei 28 Schüler*innen. So kann Inklusion nicht umgesetzt werden.
Die Linke will eine Schule für Alle nach skandinavischem Vorbild: Kleine Klassengruppen, individuelle Förderung und die Abschaffung des gegliederten Schulsystems. Wir wollen Lehrkräfte, die ihren Job gerne machen und die gebührende Anerkennung dafür bekommen. Wir wollen Schüler*innen, deren soziale Herkunft nicht zum Hindernis in ihrer Schullaufbahn wird. Schüler*innen, die mit Spaß und nicht unter Druck und Angst lernen.
„Kranke und überforderte Lehrkräfte, ein Job, den kaum jemand machen will und demotivierte Schüler*innen, die mehr verwaltet als gebildet und gefördert werden - das ist das Ergebnis einer Bildungspolitik, die bei denen spart, die unsere Zukunft sichern sollen: unseren Kindern.“
