Linksfraktion fühlt sich durch Wohnungsmarktbericht 2025 bestätigt

Pia Imhof-Speckmann

Der Wohnungsmarktbericht 2025 für Mainz wurde am 15.4.2026 vorgestellt. Die Studie betrachtet die Entwicklung der vergangenen Jahre, ordnet diese ein und gibt konkrete Empfehlungen für die kommunale Wohnungspolitik.

„Der Wohnungsmarktbericht bestätigt viele unserer Annahmen!“ so Tupac Orellana, Co-Vorsitzender der Linksfraktion. „Der Bau von Wohnungen führt nicht dazu, dass das Mietniveau sinkt. Die Angebotsmieten sind seit 2015 um satte 40% gestiegen. Die Anzahl der Haushalte, die Wohngeld beziehen, hat um 167% zugenommen und die Wohngeldzahlungen in Summe sogar um 209%!“ erläutert Carmen Mauerer, sozialpolitische Sprecherin. „Das bedeutet nichts anderes, als dass die Zahl der Menschen zunimmt, die sich die Miete nicht mehr leisten können - und Steuergelder das ausgleichen!“ Deshalb müssten vor allem gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen unterstützt und die Anstrengungen verstärkt werden, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. „Hier spielt die Wohnbau eine entscheidende Rolle! Solange sie aber gewinnorientiert kalkuliert, bleibt sie selbst Preistreiberin im Konzert der Wohnungsunternehmen.“ Sagt Martin Malcherek, wohnungspolitischer Sprecher und fährt fort: „Deshalb fordern wir schon lange, dass Schluss ist mit der Gewinnausschüttung an die Stadt!“ Die Studienmacher empfehlen unter anderem Nachverdichtung und Bau in die Höhe statt weiterer Versiegelung von Flächen. „Diesen Ansatz begrüßen wir sehr, weil Flächen knapp sind und wir gezielt nach Entsiegelungsmöglichkeiten suchen müssen, damit die Stadt atmen kann!“ kommentiert Carlotta Stahl, umweltpolitische Sprecherin. „Bauen, bauen, bauen dient vielleicht als Mantra – als alleiniger Lösungsansatz aber taugt das nicht! Aktuell fehlen 7100 Wohnungen und selbst bei Umsetzung aller Wohnbauvorhaben, die derzeit in Planung sind, werden 2035 immer noch 4400 Wohnungen fehlen,“ zitiert Orellana die Studie. „Es braucht ein Bündel an Maßnahmen, die alle darauf abzielen müssen, passgenaue Antworten zu finden und Mieten wieder günstiger zu machen!“