Keine besinnliche Zeit in Zweibrücken

Jens Schwaab

Wir fordern Aufklärung!

 

Berichten der Rheinpfalz zufolge spielten sich vergangenen Samstag auf dem Weihnachtsmarkt in Zweibrücken beunruhigende Szenen ab. Gegen 14 Uhr versammelten sich dort mehrere vermummte Soldaten mit Weihnachtsmützen - und das mit Sturmgewehren bewaffnet.

„Dieser Vorfall ist unglaublich und muss lückenlos aufgeklärt werden“, so Jens Schwaab, Sprecher für Frieden & Abrüstung. „Die geringe Aufmerksamkeit die ein solcher Vorfall bekommt ist nicht weniger als ein Skandal“, so Schwaab weiter.

Nicolas Perrault, Direktkandidat für den Wahlkreis Zweibrücken, ergänzt: „Der Aufschrei darüber, dass mit scharfer Munition bewaffnete Soldaten vollvermummt in der Öffentlichkeit auflaufen, kann gar nicht groß genug sein. Solch ein martialisches Auftreten hat eine verheerende, traumatisierende Wirkung, insbesondere auf Kinder und Jugendliche sowie Menschen aus Krisengebieten. Wir möchten nicht in einer Welt leben, in der wir regelmäßig mit Waffen konfrontiert werden.“

Die Kaserne in Zweibrücken ist berüchtigt. Erst vor wenigen Wochen führte das LKA dort eine Razzia durch. Grund hierfür war ein Hinweis, dass Soldaten dort in Naziuniformen mit Hitlergruß aufgetreten sein sollen. Auch soll es in der Kaserne zu sexuellen Übergriffen gekommen sein.

Wir fordern die lückenlose Aufklärung der beunruhigenden Vorgänge in der Kaserne in Zweibrücken!