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Erfolgsmodell 0-Euro-Samstag verzichtbar? Auf keinen Fall - sagt die Linksfraktion

Pia Imhof-Speckmann

Der 0-Euro-Samstag steht zur Disposition. Der erste Samstag im Monat also, an dem alle Busse und Straßenbahnen in Mainz kostenlos nutzen können.

Zumindest war das den Äußerungen der Verkehrsdezernentin in der Stadtratssitzung zu entnehmen. Begründung: die MVG habe keine weiteren Kund*innen dazu gewonnen und die Verkehrsbetriebe so wie die Stadt Mainz müssten sparen. „Das sind doch alles keine neuen Erkenntnisse,“ sagt Veith Stahlheber.

Verkehrspolitische Themen gab es auf der aktuellen Stadtratssitzung viele: Straßenbahnausbau, Modalfilter, Radwege-Planung. „Und immer wieder betonten Stadtvorstand und Kenia-Koalition, dass es unerlässlich sei, den Autoverkehr in den Straßen zu reduzieren und den Öffentlichen Personennahverkehr auszubauen. Für mich klingt das nach einem Widerspruch in sich, dann ausgerechnet den 0-Euro-Samstag zu streichen.“

Einerseits sei dieses Angebot für viele der lang erhoffte Zugang zum ÖPNV, andererseits entlaste das Angebot den Verkehr an diesen Tagen immens. „Die Innenstadt wird darunter leiden! Dort sind die Straßen eh schon verstopft, Baustellen führen zu Staus. Außerdem hat der Einzelhandel immer wieder betont, dass der 0-Euro-Samstag die Kaufkraft und damit die lokale Wirtschaft stärke! Das ist doch wünschenswert!“, befindet der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion.

Hoffnung aber mache ihm, „dass der Stadtvorstand da scheinbar nicht mit einer Stimme spricht: heute war zu lesen, dass der Oberbürgermeister am Angebot festhalten wolle. Wir dürfen gespannt sein, wer hier das letzte Wort hat!“

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