Antifaschismus
aus unserem Landtagswahlprogramm 2026
Deshalb fordert Die Linke:
Antifaschismus in die Landesverfassung: Einführung einer Antifaschismus-Klausel in die Landesverfassung, um die Wiederbelebung faschistischer Kräfte ausdrücklich als verfassungswidrig zu erklären.
Bündnisse gegen Rechts fördern: Aufbau und Förderung von landesweiten zivilgesellschaftlichen Bündnissen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Sexismus – aktiv auf allen gesellschaftlichen Ebenen wie Schulen, Sportvereinen und Kommunalpolitik.
Antifaschistische Projekte dauerhaft finanzieren: Langfristige Förderung existierender und neuer antifaschistischer Netzwerke, von Beratungsangeboten, insbesondere Ausstiegsprogramme aus Rechtsextremismus und religiösem Extremismus. Wir wollen eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung – inklusive Aktionstage und Events zur Aufklärung - von Projekten zur entsprechenden Sensibilisierung vor Ort.
Bessere Erkennung rechtsextremer Straftaten: Faschistisch motivierte Straftaten sind als rechtsextreme Hasskriminalität anzuerkennen und entsprechend in den Statistiken auszuweisen.
Unabhängige Meldestellen: Unabhängige Prüf- und Meldestelle zur Untersuchung von institutionellem Rassismus in allen Behörden.
Betroffene stärken: Bessere Beratung und Schutz für gefährdete Gruppen.
Landesantidiskriminierungsgesetz einführen: Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes, um Rechtslücken zu schließen, z. B. gegen „racial profiling“.
Streichung des Begriffs „Rasse“ aus der Landesverfassung: Alternative Formulierungen hält u.a. ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Landestages vor.
Schluss mit der Extremismustheorie: Kein Hufeisen im Kampf gegen Rechts: Wissenschaftliche Standards einhalten und keine Repressionen und Berufsverbote gegen linke Kräfte aufgrund einer bornierten Logik.
Politische Bildung stärken: Ausbau politischer Bildung für jedes Alter, um nachhaltig die Gesellschaft vor einem weiteren Rechtsruck zu schützen.
Mehr Demokratie wagen: Wahlalter auf 16 Jahre senken für Landtagswahlen und Kommunalwahlen.
Sonderurlaub für Gedenkstättenbesuche ermöglichen: Fördertopf für weitere Sonderurlaubs-Ansprüche zum Besuch von Mahneinrichtungen, wie zum Beispiel die Gedenkstätte Hadamar, einrichten.
Rechtsterrorismus verhindern: Entwaffnung aller gesichert Rechtsextremer.
Keine Chatkontrollen und Massenüberwachung: Gegen den Ausbau von Überwachungsstrukturen wie z.B. durch Chat-Kontrollen.
Abschaffung des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes: Die Einstufungen als „verfassungsfeindlich“ durch den Verfassungsschutz erfolgen intransparent und dienen mitunter der Delegitimierung politischer Opposition. Gleichzeitig war der Verfassungsschutz in den vergangenen Jahren als treibende Kraft durch sog. V-Leute in rechtsradikalen Kreisen aktiv.


