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WPS von "Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ)"

 

Vorbemerkung:

DIE LINKE steht für ein solidarisches, demokratisches Gesundheitssystem, das allen Menschen nach dem individuellen Bedarf die erforderlichen medizinischen Hilfen und Leistungen bereitstellt. Wir wollen die Zwei-Klassen-Medizin überwinden und streiten für eine wirkliche soziale Absicherung des Lebensrisikos Krankheit. Gesundheit ist keine Ware. Deshalb ist das Gesundheitssystem von den Regeln des Marktes zu befreien und öffentlich zu regulieren.



-Wie bewerten Sie die Situation von Apotheken in Rheinland-Pfalz – wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf?

Die Politik ist in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung flächendeckend sicher zu stellen. Die Aufrechterhaltung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung ist für DIE LINKE ein besonders wichtiges Anliegen.  DIE LINKE steht zur inhabergeführten Apotheke vor Ort und sieht gerade in strukturschwachen Gebieten eine angemessene Versorgungssicherung gefährdet, wenn die Zahl der Apotheken in Rheinland-Pfalz weiter sinkt.

 

 

-Gibt es ausreichend Nachwuchs-Apotheker – und, falls nicht, wie wollen Sie diese Situation verbessern?

Der Fachkräftemangel hat auch die Apotheken erreicht. Damit eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln künftig gewährleistet werden kann, müssen genügend Apothekerinnen und Apotheker ausgebildet werden. DIE LINKE fordert ausreichend Studienplätze zu schaffen, die Mittel pro Studienplatz zu erhöhen und mehr Stellen an den Hochschulen zu schaffen.

 

 

-Ist die Arzneimittelversorgung im ländlichen ausreichend sichergestellt?

DIE LINKE will die Gesundheitsversorgung in Stadt und Land mit allen präventiven, therapeutischen, palliativen und nachsorgenden Diensten in guter Qualität für alle flächendeckend sicherstellen. Es besteht die Gefahr, dass in strukturschwachen Gebieten die flächendeckende Versorgung mit allen Leistungen nicht mehr gewährleistet werden kann.

 

Das Versorgungsgeschehen ist in Deutschland vor allem von den Ärztinnen und Ärzten abhängig. Da nach wie vor der meiste Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln gemacht wird, gibt es vor allem dort eine niedrige Dichte an Apotheken, wo es auch wenige Arztpraxen gibt.  Um dem wachsenden Problem des Landarztmangels zu begegnen, schlägt DIE LINKE eine Bündelung aller Programme auf Bundes-, Landesebene und der Krankenkassen vor, um in Bedarfsregionen die Anschubfinanzierung für die Gründung von medizinischen Versorgungszentren oder Landarztpraxen zu gewährleisten

 

 

-Gibt es unter Ihren Landtagskandidaten Apotheker? Wenn ja, wer ist es und auf welchem Platz?

Nein

 

 

-Wo sehen Sie dringendsten Handlungsbedarf in der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen?

In Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik sieht DIE LINKE eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung aller Menschen in Deutschland als Grundrecht. Eine menschenrechtskonforme und medizinethisch nicht zu beanstandende Gesundheitsversorgung erfordert die gleichberechtigte generelle Versicherungspflicht aller Menschen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, ihrer Herkunft oder ihrem Vermögen.

 

 

-Aktuell gibt es eine Diskussion um Homöopathie  sowie deren Unterstützung durch die Politik. Ist der Apothekenvorbehalt für homöopathische Mittel Ihrer Meinung nach

sinnvoll, und wie stehen Sie zur Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung?

 

DIE LINKE steht dafür, dass alle Methoden, die ihren patientenrelevanten Nutzen unter Beweis gestellt haben, ohne zusätzliche Gebühren den Menschen zur Verfügung stehen müssen. Dafür muss nachgewiesen sein, dass sich die Lebensqualität, die Morbidität und/oder die Mortalität aufgrund einer Behandlung verbessern. Wir sind daher dafür, alle Heilmethoden auf Basis ihres Nutzens gleich zu behandeln.