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Giacomo Antonio Focke

Bewerbung um Listenplatz 4 der Landesliste Landtag

Liebe Genoss*innen,

dass Linke Politik die einzige Antwort auf die Probleme der heutigen Zeit ist, steht außer Frage. Es braucht Menschen mit Ambitionen, Überzeugungen, Kampfgeist und einem solidarischen Herz, um in dem neuen Jahrzehnt das vom Kapitalismus gezerrten Land zu retten.
DIE LINKE ist eine Partei, die solche Eigenschaften eint und zusammenführt. Warum also ich als Kandidat der Landesliste, und nicht jemand anderes?      
Ich bewerbe mich für den Listenplatz 4, da ich ein Mensch bin, der nicht nur für den Erhalt unserer Stellung in der Politik kämpfen möchte, sondern auch einen neuen Stellenwert erkämpfen möchte!

Als gelernter Handwerker und Student der Erziehungswissenschaften und Musikwissenschaften, durfte ich in den letzten Jahren haut nah den traurigen Weg anderer Mitmenschen zu kapitalistischer und rechter Politik erleben, enttäuscht von der aktuellen Politik, enttäuscht von den heutigen Zustand. Für mich war es immer wieder ein Schock, wie sehr Menschen mit dem Wunsch eines Endes der soziale Ungleichheiten und der zerstörerischen Umstände, einer Welt in Brand, doch genau diesen Wunsch, durch die Wahl und Unterstützung von Konservativen, verhindern. Einer von vielen Gründen für mich, wieso ich nicht nur in persönlichen Gesprächen aktiv werde, sondern auch selbst in der Politik aktiv wurde.

Nach meiner Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher begann ich ein Studium. Seit dem arbeite ich als Vertretungslehrer an einer Gesamtschule, arbeitete im Erwachsenenbildungsbereich zum stärkenorientierten Arbeiten mit Grundschüler*innen und als familienunterstützende Kraft bei der Lebenshilfe Mainz/Mainz-Bingen. Beschäftigungen, die mich nicht nur persönlich, sondern auch politisch gebildet haben.

Die Ausbildung gab mir Einblick in die Probleme der Berufsbildung. In den Fokus meiner Arbeit lege ich daher ein politisches Wirken auf die Unternehmenskultur in Rheinland-Pfalz. Es gilt die Arbeitenden, als auch die zukünftig Arbeitenden zu schützen und den Mythos des Fachkräftemangels, als Schuld der Jugend, zu beenden. Unternehmen müssen verantwortungsvoll handeln. Es darf nicht eine Klage, auf Kosten der Menschen ertönen und als nächstes die gewinnorientierte Arbeitsplatz- und Lohnkürzung wortlos hingenommen werden. Kritik fordert Aktionen!

-Die Auszubildenden müssen durch mehr direkten Dialog in die Politik mit eingebunden werden, um als Land verantwortungsbewusste Politik garantieren zu können!
-Unternehmen dürfen nicht mit der Zukunft ihrer Angestellten kalkulieren, sondern müssen Verantwortung übernehmen und Arbeitsplätze nicht als dem Verlust anfallende Wertgegenstände betrachten!    
-Die Wohnungsmöglichkeiten durch Auszubildendenwohnheime dürfen nicht mehr von einzelnen kirchlichen Trägern abhängig sein, sondern sollte von Landesseite aus realistisch geplant und umgesetzt werden!          
 

Die Bildungspolitik ist ebenfalls eines meiner  Hauptpunkte. Die EU notiert in ihrem bildungspolitischen Zielen Reformen für mehr Wachstum, Beschäftigung, Gerechtigkeit und soziale Inklusion. Eine Ironie in sich! Ein Individuum kann sich nicht bilden, wenn es in der Schule der Funktionalität des Marktes unterzogen wird. Schüler*innen und Student*innen als auch Auszubildende beklagen das Ziel eines einzigen Wissensmanagements schon seit Jahren. Doch die Kapitalist*innen im Landtag haben es nicht geschafft, diesen Missstand zu beheben. Im Gegenteil, ihnen kommt diese Funktionalisierung entgegen.  
Und so wird im Landtag über den Haushaltsplan, Lehrer*innenmangel, Bildungsreformen und Investitionen gesprochen, ohne die Problematiken dahinter zu beachten. Menschen die auf einen Platz im  Markt vorbereitet werden, der sich aus Kostengründen selbst reduziert.

-Schüler*innen sollten ohne Druck auf Leistung und Funktionalisierung den Weg zu einer eigenen Bildung bekommen!  
-Der Erwerb von möglichst hohen Bildungsabschlüssen darf nicht mehr das höchste Ziel im Bildungsplan der Politik sein. Soziale Ungleichheit wird in einer Leistungsgesellschaft erzeugt und gefördert!       
-Lehrer*innen müssen wieder einen sicheren Zukunftsweg vor sich sehen können und nicht nur ein Aushandeln um befristete Verträge!

Umweltpolitik und die Verkehrspolitik ist ebenso ein Thema des Landes, welches linke Antworten fordert. Die gewinnfördernde Politik ist dem Umweltbewusstsein und der Handlungsbereitschaft nicht überzuordnen.

-Die Kämpfe gegen die Versiegelung von Boden sollte nicht mehr in Ortsgremien geführt werden müssen, sondern auf Landesebene konsequent beschränkt und reduziert werden!         
-Der ÖPNV muss durch eine gemeinsame Planung auf Landesebene strukturiert werden. Sowohl Netzanbindung als auch die Bezahlbarkeit von Tickets (bis hin zum kostenlosen Nahverkehr)! 
-Der Verkehr für Berufspendler*innen sollte nachhaltig intelligent zu bewältigen sein!

Kultur möchte ich als letzten Punkt aufführen. Als Kunsthandwerker und Musiker mache ich bereits seit meinem 6. Lebensjahr Erfahrungen mit dem Wert von Kultur in Deutschland. Sie besitzt laut gewinninteressierten Instanzen keinen Wert. Zumindest keinen finanziellen Wert. Doch ist sie ein Gegenstand, der zur Bildung eines jeden Individuums beiträgt und fern von Traditionen und Bräuchen eine Sprache für alle sein kann. Auch in Rheinland-Pfalz werden Orchester geschlossen. Musikinstrumente sind Erlernenden nur durch Förderprogramme oder Schulprojekte zugänglich und darüber hinaus schon nicht mehr. Theater, Museen und Opern werden nach ihrer Gewinnspanne berechnet und im Zweifelsfall als nicht mehr finanzierbar abgestempelt.

-Künstler*innen müssen wieder berufliche Sicherheiten erlangen können!           
-Kinder müssen einen uneingeschränkten Zugang zu kulturellen Angeboten bekommen, nicht nur durch Schulbesuche beschränkt!   
-Kultur muss bezahlt sein und nicht zahlfähig sein. Keine Sparmaßnahmen mehr auf kulturelle Einrichtungen, sondern Förderungen!

Als Linkspolitiker möchte ich auch in Zukunft meine Kräfte der Parteiarbeit zur Verfügung stellen und für den Listenplatz 4 kandidieren. Ich hoffe auch deine Stimme zu erhalten und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Genoss*innen.

Giacomo Antonio Focke

 

Lebenslauf

April 1998 Geburt in Nordhorn         
2015, 2019 Ausbildung und Fortbildung zum Trainer-C Jugendleistungssport in der Leichtathletik
2016 – 2019 Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher        
2019 – heute Studium in Erziehungswissenschaften und Musikwissenschaften 
2019 – heute Vertretungslehrer an einer Gesamtschule    
2019 – heute familienunterstützende Kraft bei der Lebenshilfe

2018 Stellvertreter des Landesausschusses für Mainz – Mainz – Bingen
2018 Gründung und Wahl zum Sprecher der Ortsgruppe Altstadt – Mainz           
2019 Mandatsübernahme im Ortsbeirat Altstadt – Mainz   

 

Derzeitige Tätigkeiten

Musikinstrumentenmacher
Student der Erziehungs- und Musikwissenschaften
Vertretungslehrer an einer Gesamtschule      
Familienunterstützung für Menschen mit psychischer Behinderung          
Musiker