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Rhein-Selz: Regenrückhaltebecken sind keine Sondermülldeponie – Winzer*innen in die Pflicht nehmen

In der SPD besteht offenbar keine Einigkeit darüber, wie die VG Rhein-Selz mit dem Problem des kontaminierten Schlamms in den 16 Rückhaltebecken der Verbandsgemeinde umgehen, geschweige denn, wer für die zu erwartenden Kosten in Millionenhöhe aufkommen soll. Damit wird eine sachgerechte Lösung weiter verzögert – mit enormen Risiken für Anwohner*innen und Umwelt.

 

„Die Beseitigung der kontaminierten Schlämme muss unmittelbar erfolgen, um drohende Schäden durch Starkregenereignisse für die Bewohner*innen der angrenzenden Wohngebiete abzuwen­den. Außerdem gilt es, die als Sondermüll deklarierten Schlämme fachgerecht zu entsorgen, um nachfolgende Belastungen für Natur und Umwelt auszuschließen. Die Kosten hierfür sind auf die verursachenden Winzer*innen umzulegen und nicht der Allgemeinheit anzulasten“, fordert Miriam Bürger, Co-Sprecherin der LINKEN Rhein-Selz.

„Außerdem müssen die Winzer*innen verpflichtet werden, umgehend wirksame Maßnahmen zu ergreifen, die zur Reduzierung des Anfalls von verunreinigtem Schlamm in den Rückhaltebecken führen. Dazu zählt die flächendeckende, ganzjährige Dauerbegrünung in den Wingerten sowie die Reduzierung des Einsatzes von Chemikalien jedweder Art auf ein absolutes Minimum. Am Fuße von Feldern und Weinbergen in Hanglage sollten zudem engmaschige Rechen als Barriere aufgestellt werden, um ein Abschwemmen der Mutterböden zu verhindern“, ergänzt Peter Weinand, Co-Sprecher der LINKEN Rhein-Selz.

„Wir fordern einen Plan mit Sofortmaßnahmen, statt weiter auf „Überzeugungsarbeit“ bei den Winzer*innen zu setzen. Für Freiwilligkeit bleibt keine Zeit mehr: Nur verbindliche Regeln, die die Verursacher zur Kasse bitten, bringen schnelle Abhilfe“, äußerte sich Miriam Bürger abschließend.