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Rainer Böß, stellv. Kreis-und Fraktionsvorsitzender Kreis Birkenfeld

Rainer Böß redet bei Mahnwache gegen AfD

Vielbeachtete Rede von Rainer Böß, Direktkandidat der LINKEN im Kreis Birkenfeld bei Mahnwache gegen erneuten AfD-Parteitag in der Messehalle Idar-Oberstein.

21.11.2020 Rainer Böß

Kreisverband DIE LINKE Birkenfeld

Mahnwache gegen AfD-Parteitag in der Messehalle Idar-Oberstein

Für DIE LINKE  im Kreis Birkenfeld redete  Direktkandidat Rainer Böß bei der Mahnwache von "Offenes Bündnis Birkenfeld" gegen den erneuten AfD-Parteitag in der Messe Idar-0berstein.  "Aufstehen für Menschlichkeit - Laut gegen Hassrede", so das Motto der Mahnwache.

DerText der Rede:

Im Gegensatz zu unserer Mahnwache im Sommer will ich heute gar nicht so sehr auf die demokratiefeindliche AfD eingehen, sondern mich mit den Gesellschaftern der Messe befassen, die erst solche Veranstaltungen möglich machen und auch einen Vorschlag unterbreiten, wie Veranstaltungen der AfD künftig mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindert werden können.

Bei der Gründungsversammlung der Messe im Jahre 2009 gab es laut Nahe-Zeitung folgende Gesellschafter:

Größter Gesellschafter Messeverein Idar-Oberstein, weitere Stadt Idar-Oberstein, Landkreis Birkenfeld sowie die Firmen Herbert Giloy Söhne, Paul Wild, Schwollener Sprudel, Günter Effgen, Hans D. Krieger, Groh & Ripp, Autoteile Jakobs, Karl Faller, Reischauer, Schupp, Gold- und Silberschmiedeinnung, Ph. Hahn Söhne, A. Ruppenthal, marquis, Zwetsch, Wolfgang Loch und Dietmar Schuch.

Außerdem gab es noch weitere Geldgeber, die aus verschiedenen Gründen nicht als Gesellschafter fungierten, wie die OIE, Kreissparkasse Birkenfeld oder die Volksbank-Raiffeisenbank Naheland.

Und das Land Rheinland-Pfalz ermöglichte mit einer Förderung von 80 Prozent den Bau der Halle.

Gerade in der Corona-Zeit kann die Messe sicher nicht auf Einnahmen verzichten. Vermutlich hätte sich die Leitung einiges anhören müssen, wenn sie die zwei diesjährigen AfD- Veranstaltungen nicht durchgeführt hätte.

ABER:

Das Überleben der Messe kann man nicht an der von der AfD entrichteten Hallen-Miete festmachen! Sowohl der Kreis Birkenfeld als vermutlich auch die Stadt Idar-Oberstein unterstützen die Messe mit Zuschüssen.

Zudem lassen Kreis und Stadt Sitzungen in der Messehalle abhalten und auch durch die ausgegliederte Corona-Abteilung des Gesundheitsamtes erhält die Messe Geld vom Kreis.

Deshalb sage ich,

wenn man schon Geld von der AfD nimmt, dann sollte es von der Messeleitung als deutliches Zeichen dafür, dass sie nicht die menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Werte der AfD teilt, für sinnvolle Projekte im Kreis gespendet werden, die dem Weltbild der AfD zuwiderlaufen!

Man könnte zum Beispiel ein sehr deutliches Zeichen setzen, indem die Messeleitung die Hallenmieten der AfD an die Beiräte für Migration und Integration des Kreises Birkenfeld und der Stadt Idar-Oberstein spenden würde, damit diese Veranstaltungen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit abhalten könnten.

Nicht ganz so deutlich, aber genau so gut und vor allem auch sinnvoll wäre es, wenn die durch die zutiefst frauenfeindliche AfD gezahlte Hallenmiete auch dem Frauennotruf und dem Frauenhaus, das dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, zugute käme.

Das sollten wir über die Medien von den Verantwortlichen fordern.

RaB