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Kreisvorstand DIE LINKE Mainz/Mainz-Bingen

Pandemie fordert hundertstes Todesopfer in Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen - Jetzt effektive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und gerechte Verteilung der Maßnahmenlast

Heute zählen Mainz und der Landkreis Mainz-Bingen jeweils den*die hundertste*n Coronatote*n. Miriam Bürger, die Co-Sprecherin der LINKEN

Mainz/Mainz-Bingen: „Der heutige Tag erfüllt uns mit Trauer. Unser Beileid und Mitgefühl gelten den Angehörigen und Freund*innen der Verstorbenen.“ Die Zahl der Verstorbenen mache noch einmal deutlich, wie gefährlich das Virus sei. „Wir können alle dazu beitragen, uns und andere vor Ansteckung zu schützen: die AHA-Regeln einzuhalten und Kontakte mit anderen Menschen soweit es irgendwie geht zu vermeiden, verhindert nicht nur die eigene Ansteckung. Auch andere Menschen werden geschützt indem man selbst die Krankheit nicht weiterverbreitet.“

Kontaktbeschränkungen, insbesondere der nun geltende verschärfte Lockdown, seien jedoch mit erheblichen Belastungen für die Menschen verbunden. Die Politik müsse dafür sorgen, dass diese Lasten gerecht verteilt werden, fordert die LINKE. Im Moment würden Menschen viel zu oft allein gelassen. Der Staat entschädige Unternehmen, während die Belastungen im Privaten auch weitestgehend privat zu bewältigen seien.

„Eltern müssen gleichzeitig im Homeoffice arbeiten und die Kinder im Fernunterricht betreuen, außerdem sollen sie für ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sorgen – nach Monaten kommen Eltern und Familien hierbei längst an die Belastungsgrenzen, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Eltern brauchen jetzt die Möglichkeit, beruflich kürzer zu treten. Sie brauchen einen Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage und danach ein staatliches Elterngeld, dass ihren Entgeltausfall ohne Einbußen ersetzt“, fordert Miriam Bürger.

Wo Homeoffice nicht möglich sei, müssten Arbeitgeber*innen verpflichtet werden, alle denkbaren Maßnahmen zu ergreifen, um Beschäftigte vor einer Ansteckung zu schützen. Miriam Bürger stellt klar: „Wir haben es nicht mit einem Freizeitvirus zu tun. Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung dürfen sich nicht auf das Privatleben beschränken.“

Immer deutlicher wird auch der Pflegenotstand in der Region. „Die Pandemie führt uns vor Augen, wie dringend wir ein gutes und stabiles Gesundheitssystem brauchen. Die Beschäftigten in Gesundheit und Pflege sind der entscheidende Faktor im System: sie brauchen gute Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Eine Corona-Prämie, wie sie jetzt einigen Beschäftigten zu Gute kommt, ist eine gutgemeinte Geste, löst aber keine Probleme.“

Die heutigen Öffnungen der Impfzentren in Rheinland-Pfalz stimme vorsichtig optimistisch, dürfe jedoch nicht vorschnell zum Nachlassen bei den bisherigen Bemühungen zur Pandemiebekämpfung führen. „Die Pandemie zu besiegen, wird sicher noch Monate dauern. Nur ein solidarischer Lockdown findet bei den Menschen die nötige Unterstützung. Es gibt noch viel Luft nach oben bei einer gerechteren Verteilung der Belastungen durch die Pandemiebekämpfung und dafür macht sich die LINKE stark“, hält Miriam Bürger fest.