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Rainer Böß, stellv. Kreis-und Fraktionsvorsitzender Kreis Birkenfeld

LINKE KV Birkenfeld: Rainer Böß bei Diskussionsrunde Religionspolitik der Freireligösen Gemeinde Idar-Oberstein

Rainer Böß, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes DIE LINKE Birkenfeld wurde als Vertreter der LINKEN im Kreis Birkenfeld zu einer Diskussions-Veranstaltung der Freireligiösen Gemeinde Idar-Oberstein über "Religionspolitische Standpunkte aus der Sicht der Parteien" eingeladen.

Religionspolitische Standpunkte aus der Sicht der Parteien:

Auf Einladung von Pfarrer Buchner hatte Rainer Böß, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes DIE LINKE Birkenfeld am 25. Mai 2018 als Vertreter der LINKEN im Kreis Birkenfeld an einer Diskussions-Veranstaltung der Freireligiösen Gemeinde Idar-Oberstein teilgenommen. Für die FDP nahm Landesvorstandmitglied und Mitarbeiter der Landtags-Fraktion Matthias Keidel teil. Weitere Veranstaltungen mit anderen Parteien sind geplant.

Rainer Böß: "Zuerst bekamen wird die Gelegenheit die Positionen unserer Parteien vorzutragen und auch einige weitere Fragen von Pfarrer Buchner konnten wir beantworten, wobei deutlich wurde, dass es in der Religionspolitik zwischen LINKEN und FDP sehr viele Gemeinsamkeiten (Trennung von Staat und Kirche, Religion ist Privatsache) und nur wenige Unterschiede (Erwerbstätigkeit an Sonn-und Feiertagen) gab.
Auch bei der anschließenden Beantwortung von Zuhörerfragen waren wir oft auf gleicher Linie, so waren wir beide z.B. der Auffassung, dass Kreuze nichts in öffentlichen Gebäuden zu suchen haben.
Die knapp zweistündige Veranstaltung verlief in einer sehr angenehmen Atmosphäre."

Einige der Positionen der LINKEN, die Rainer Böß im Laufe der Veranstaltung einbrachte:

DIE LINKE steht für die Trennung von Staat und Kirche und sieht Religion als Privatsache solange die Ausübung nicht gegen das Deutsche Grundgesetz verstößt. Da Religion aber in einem realen Kontext stattfindet hat alles was die Kirche, alles was Religionsgemeinschaften tun, auch eine politische Relevanz.
Die LINKE erkennt die Bedeutung und gesellschaftliche Verankerung der Religionen an. Ohne Kirchen hätten wir keine Moralnormen mehr (wobei in der Diskussion auch deutlich wurde, dass zwischen dem, was die Kirchen predigen, und dem Verhalten von Kirchenvertretern - Missbrauchskandal- es durchaus große Unterschiede gibt).
DIE LINKE begrüßt es, wenn die Kirchen oder Religionsgemeinschaften zu den Themen Soziale Gerechtigkeit, Armut, Krieg und Frieden, Geflüchtete, Ausgrenzung, Menschenrechte als gesellschaftliche Institutionen Position beziehen.
Alle Religionen sollen gleich behandelt werden. Das bedeutet u.a. auch, dass die evangelische und die katholische Kirche ihre Mitgliedsbeiträge selbst einziehen sollen. Wenn religiöse Vereinigungen soziale und kulturelle Aufgaben übernehmen (z.B. Kindergärten betreiben) sollen sie auch staatliche Förderung erhalten.

In den Schulen fordert DIE LINKE einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler, in dem gemeinsam über ethische Werte und Normen diskutiert werden soll. Darin sollen auch alle Religionen vorgestellt werden. Sollte zusätzlich noch ein konfessioneller Unterricht als Wahlfach angeboten werden, muss der für alle Religionen angeboten werden. Unterrichten soll nur, wer die Qualifikation durch in Deutschland anerkannte Studiengänge erworben hat. Das gilt neben Theologen und Rabbinern z. B. auch für Imame.

Weitere Punkte:
DIE LINKE ist für die rechtliche Gleichstellung aller Religionsgemeinschaften.
DIE LINKE unterstützt die Kirchen und Gewerkschaften in ihrem Kampf für den erwerbsarbeitsfreien Sonntag.
DIE LINKE unterstützt Beschäftigte, die sich innerhalb der Kirchen für eine Verbesserung von arbeitsrechlichen Standards (Streikrecht, Betriebsverfassungsgesetz) und gegen Diskriminierungen einsetzten.


RaB