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LINKE kritisiert Vorgehen des Sportdezernats

DIE LINKE Stadtratsfraktion kritisiert die bisherige Planung des Sportdezernats zur Großsporthalle. Unter anderem hält sie dem Dezernat mangelnde Transparenz vor: Manche der derzeitigen Nutzer der Sporthalle „Am großen Sand“ hätten erst durch die Zeitung erfahren, dass der Abriss ihrer Sportstätte beabsichtigt sei.

 

Nikos Mertens, für DIE LINKE Mitglied im Sportausschuss, sagt hierzu: „Es ist schon dreist, dass die Verwaltung nicht proaktiv mit den betroffenen Vereinen gesprochen hat.“ Die Linksfraktion merkt in diesem Zusammenhang an, dass die ursprüngliche Beschlussvorlage im Sportausschuss auf Intervention der Ausschussmitglieder geändert wurde und der Stadtrat nun im Planungsbeirat beteiligt werden soll. „Die Beschlussvorlage ist vom Stadtrat angenommen worden, jetzt wird sich DIE LINKE im Planungsbeirat für einen ökologisch-nachhaltigen Bau und faire Nutzungsmöglichkeiten, auch für den eSport-Bereich, einsetzen“, so Stadtratsmitglied Leonie Sayer.

 

Zudem sieht DIE LINKE die Gefahr, dass der Breitensport in Mainz einen Nettoverlust an Hallenzeit erleiden wird, sollte die neue Großsporthalle nicht alle bisherigen Nutzer der Halle „Am großen Sand“ aufnehmen oder in räumlich nahen Hallen ausreichende Nutzungszeit zur Verfügung stehen. Als besonders störend empfindet die Ratsfraktion den in der Beschlussvorlage der Verwaltung als Finanzierungsoption aufgeführten Punkt der Vermarktung von Namensrechten an der geplanten Halle. Dies stößt in der Linksfraktion einhellig auf Ablehnung. Leonie Sayer, Fraktionssprecherin für Kultur, Jugend und Bildung: „Der Ausverkauf von Namensrechten bei öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Sportarenen ist leider seit einigen Jahren weitgehend zur Gewohnheit geworden. DIE LINKE lehnt ein solches Vorgehen, mit dem zusätzliche Gelder generiert werden sollen, nicht nur auf kommunaler Ebene ab. Mit uns gibt es auch auf dieser Ebene keine Privatisierung öffentlichen Eigentums.“

 

Dass DIE LINKE der Beschlussvorlage trotz ihrer Kritik am vergangenen Mittwoch zugestimmt habe, begründet Stadträtin Leonie Sayer damit, dass die Fraktion den Bedarf an einer solchen Sporthalle in Mainz anerkenne und sie den Bau konstruktiv-kritisch begleiten wolle.