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Rainer Böß

Kreistags-Fraktion LINKE Birkenfeld: Kreisverwaltung gefährdet Integrations-Konzept

In der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich tätige Menschen fühlen sich allein gelassen und ausgenutzt und wenden sich an Fraktion DIE LINKE. LINKE stellte Anfrage im Kreistag

Birkenfeld, 19.02.2022
Nachdem die Kreisverwaltung Birkenfeld dem Asylkoordinator des Kreises seine Vollzeitstelle auf die Hälfte gekürzt hatte hatten sich besorgte Flüchtlingshelferinnen an die LINKE Kreistags-Fraktion gewandt. In der Kreistagssitzung vom 14. 02.2022  hatte Rainer Böß, der stellvertretende Vorsitzende der LINKEN Kreistags-Fraktion dann für die LINKE öffentlich eine Anfrage an Landrat Dr. Schneider gestellt:

Anfrage – Umsetzung Integrationskonzept

Sehr geehrter Herr Landrat Dr, Schneider,

der Kreis Birkenfeld hatte unter Mithilfe der Bevölkerung ein sehr gutes Integrations-Konzept erstellt, das laut Aussage eines Mitarbeiters der Landesregierung sogar als Blaupause für andere Kreise dienen könne.

Von der Kreisverwaltung waren Frau Brucker, Frau Brenner und Herr Jakobi mit der Umsetzung und der Unterstützung von beteiligten Organisationen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern beauftragt.

Nach uns vorliegenden Informationen von Ehrenamtlern, namentlich von Frau Warth-Martini aus Birkenfeld, soll nach dem Ausscheiden von Frau Brucker und Frau Brenner nun die verbliebene Vollzeitstelle von Herrn Jakobi um die Hälfte reduziert werden.

Wir bitten um eine zeitnahe Stellungnahme der Kreisverwaltung, wie lediglich mit einer halben Stelle bei bestehenden und künftigen Herausforderungen die Umsetzung des Integrations-Konzeptes und vor allem auch eine ausreichende und wertschätzende Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erfolgen soll.

Wir können uns das ehrlich gesagt nicht vorstellen und denken, dass der Versuch noch mehr Arbeit auf den Schultern der ehrenamtlich tätigen Menschen abzuladen nicht gelingen wird, nicht gelingen kann.

Bürgerschaftliches Engagement ist zu wertvoll um es leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Auch die Kreisverwaltung sollte sich fragen: Wie weit kann ein Ehrenamt gehen? Wo wird die kostenlose Arbeit engagierter Bürgerinnen und Bürger ausgenutzt?

Wir hoffen dringend, dass seitens der Kreisverwaltung ein Umdenken einsetzt, weil wir befürchten, dass die Kreisverwaltung mit einer erneuten Stellenminderung im Bereich der Integration einen gefährlichen und mittel- und längerfristig auch sehr, sehr teuren Weg einschlägt und ernsthaft und ohne Not leichtfertig die vorhandenen Möglichkeiten und vor allem Chancen einer erfolgreichen Migrations-Politik für den Kreis aufs Spiel setzt.

Nachtrag: In der Sitzung wurde unsere Anfrage nicht beantwortet. Sowohl wir als auch die lokale  Nahe-Zeitung warten nun auf eine erhellende Antwort der Kreisverwaltung. Inwischen wissen wir, dass auch andere Organisationen im Kreis ihr Bedauern über den völlig unverständlichen Schritt der Kreisverwaltung geäußert haben.

RaB