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Julian Theiß und Marc-Bernhard Gleißner

Freie Kultur und Erwachsenenbildung: LINKE fordert an Bedürfnisse angepasste Soforthilfen in Höhe von bis zu 5.000 Euro

Die Landesregierung versäumt es sträflich, die Interessen freier Kulturschaffender, der „Selbstständigen“ in der Erwachsenenbildung sowie vieler anderer Soloselbstständiger im Rahmen ihrer Corona-Soforthilfen zu berücksichtigen. Nicht zuletzt eine Stellungnahme von über 30 Personen und Institutionen der freien Kulturszene Triers sowie die vielen E-Mails von Lehrkräften an Volkshochschulen, die uns und die anderen Parteien im Land erreichten, bringen die Probleme und den Unwillen des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK), endlich zu handeln, auf den Tisch. Hierzu beziehen Julian Theiß, Mitglied des Vorstands der rheinland-pfälzischen LINKEN, und Marc-Bernhard Gleißner, Fraktionsvorsitzender Trierer Linksfraktion und selbst freischaffender Regisseur, Stellung.

Julian Theiß: „Der Unwille der Landesregierungen, den vielen Soloselbstständigen, insbesondere in den Bereichen der Kultur und der Erwachsenenbildung, unter die Arme zu greifen, ist ein Skandal und zeugt von mangelndem Respekt vor den wichtigen Funktionen, die sie erfüllen. Auch die Arbeit, die die vielen „Selbstständigen“ in der Erwachsenenbildung leisten, muss gesichert werden; bildet sie doch häufig eine Basis erfolgreicher Integration und des Ideals lebenslanger (Weiter)Bildung. Gerade hier können oft aufgrund zu geringer Honorare kaum Rücklagen gebildet werden, was die Auswirkungen der Krise verstärkt. Die Corona-Soforthilfen müssen auch Verdienstausfälle durch abgesagte Veranstaltungen und Aufträge als Fördergrund akzeptieren, wie es auch die Initiator*innen der Stellungnahme der Trierer Kulturschaffenden fordern. Hilfe darf nicht nur von laufenden Betriebskosten abhängig sein. Das Beispiel Thüringen, wo in den genannten Fällen ein einmaliger Zuschuss in Höhe von bis zu 5.000 Euro gezahlt wird, kann hier als Vorbild dienen. Die Landesregierung muss eine ähnliche Lösung umgehend in die Wege leiten.“

Marc-Bernhard Gleißner: „Wir müssen das vielfältige kulturelle Angebot unseres Landes auch in Zeiten der Corona-Krise finanziell absichern. Die Bedürfnisse von uns Kulturschaffenden müssen umgehend Berücksichtigung finden, will Rheinland-Pfalz seine Kulturlandschaft erhalten. Die Lösung für durch die Corona-Krise bedingte Einnahmeausfälle darf nicht Hartz IV – also Armut per Gesetz – sein. Es braucht rückzahlungsfreie und unbürokratisch beantragbare Soforthilfen, die die Lebens- und Arbeitsrealität unserer Künstler*innen, Musiker*innen, Theaterschaffenden, etc. anerkennen. Das MWWK darf sich nicht vor seiner Verantwortung drücken und muss diese Soforthilfen schnellstmöglich zur Verfügung stellen.“