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Rainer Böß, stellv. Kreis-und Fraktionsvorsitzender Kreis Birkenfeld

DIE LINKE KV Birkenfeld- Kreistagsmitglied Rainer Böß: Wirtschaftliche Entwicklung des Kreises wird behindert

Einseitige Ausrichtung auf Militär behindert wirtschaftliche Weiterentwicklung des Kreises

In der gegenwärtigen heftigen Fluglärmdebatte im Nationalparklandkreis Birkenfeld hatte sich Rainer Böß, der stellvertretende Kreis- und Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreis Birkenfeld, als Antwort auf einen Leserbriefschreiber (Adresse außerhalb des Kreises) , der Kritik an militärischem Fluglärm gleichsetzte mit dem Verlust von Arbeitsplätzen mit einem weiteren Leserbrief zu Wort gemeldet, der am 02.Mai von der Nahe-Zeitung veröffentlicht wurde.

Hier der Leserbrief:
Herr Peterknecht (seinen militärischen Rang verheimlicht er leider) aus Rothselbach!!! (ganz schön weit weg) unterstellt in seinem Leserbrief den Menschen, die im Kreis unter Fluglärm leiden, dass sie Arbeitsplätze beim Militär gefährden, wenn sie sich beschweren und eine deutliche Reduzierung der Flugübungen fordern. Das ist natürlich sehr an den Haaren herbeigezogen. Abgesehen davon, dass es moralisch fragwürdig ist, die eigene finanzielle Absicherung durch die mögliche ernsthafte Erkrankung seiner Mitmenschen (krankmachender Fluglärm, krebserregender Treibstoff JP8) zu erkaufen, verhindert vielmehr gerade die einseitige Ausrichtung auf das Militär eine dringend wirtschaftliche Weiterentwicklung des Kreises und die Ansiedlung neuer Firmen. Auch der Tourismusbranche dürften im Nationalparklandkreis durch den Fluglärm erhebliche Verluste entstehen.

Der Bevölkerung wird durch die Flugübungen zudem eine Sicherheit vorgegaukelt, die es in Wirklichkeit nicht gibt – ganz im Gegenteil!
Die Militärflugzeuge können vielleicht Ölpipelines und Bodenschätze in Afghanistan, im Irak oder sonst wo auf der Welt, wo wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen, verteidigen. Sie können aber keinesfalls die Menschen im Kreis Birkenfeld beschützen.
Egal wer angeblich Schuld hat und egal welche Seite einen Krieg beginnt (es sind ja immer die anderen), laut Militärexperten wird die russische Föderation (als wahrscheinlichster Gegner) innerhalb der ersten Sekunden und Minuten massiv die Air Base Ramstein als zentrale Schaltstelle der NATO in Europa angreifen, und auch das Logistik-Zentrum der US-Army in Baumholder ist ein Kriegsziel.
Laut der Politikwissenschaftlerin Hannelore Philippi (die in einer Veranstaltung des Freidenkerverbandes in der Jugendherberge Idar-Oberstein zum Thema US-Airbase Ramstein referierte) gehen Experten davon aus, dass mindestens 10 % aller abgefeuerten Raketen den westlichen Raketenabwehrschild durchdringen. Auch nur eine einzige (mit Atomsprengköpfen bestückte) Rakete, die in Ramstein oder Baumholder explodiert, hätte für die Bevölkerung in den Kreisen Kaiserslautern, Kusel und Birkenfeld verheerende Auswirkungen.

Wenn man sieht, mit welcher Leichtfertigkeit deutsche Medien, und leider auch unser neuer Außenminister, geradezu auf einen Krieg drängen, kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen.

Rainer Böß, Schwollen
Stellvertretender Vorsitzender
Kreisverband und Kreistags-Fraktion
DIE LINKE Birkenfeld