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Cradle to Cradle — Kreislaufwirtschaft im Kontext linker Politik am 6.11.

In Zeiten von Klimakatastrophe, Ozeanplastik, Wald- und Insektensterben begreifen wir uns immer stärker als planetarische „Schädlinge“ oder „Sünder*innen“. Das Konzept „Cradle to Cradle“(C2C) verspricht dagegen eine Abkehr vom schuldbewussten und verzichtsorientierten Umweltschutz. Es setzt stattdessen auf Produktinnovation: Güter sollen so entwickelt werden, dass sie ohne Verluste in technischen oder ökologischen Kreisläufen wiederverwertet werden können. Ein internationales Netz von Forschungs-, Beratungs- und Zertifizierungsinstituten berät zu diesem Zweck Unternehmen. Bisher wurden über 6000 Produkte nach den C2C-Kriterien zertifiziert, darunter auch ein bekanntes Reinigungsmittel eines Mainzer Chemieunternehmens. Begleitend macht der Verein Cradle to Cradle e.V. Politikberatung und Pressearbeit, veranstaltet Kongresse, Akademien und Vorträge.

Es fragt sich: Neoliberales „Greenwashing“ oder überfällige Abkehr von der moralisierenden Konsumkritik?

Für die „Rote Runde“ stellen Nadine Kümmel und Thorsten Noll von der Mainzer Regionalgruppe des C2C e.V. das Cradle-to-Cradle-Konzept und ihre Arbeit vor. Besonderes Augenmerk gilt dabei lokalen Themen: Welche Aktionen und Formate von Cradle to Cradle gibt es in Mainz? Was bedeutet C2C als konsistente Form der Kreislaufwirtschaft auf lokaler/ kommunaler Ebene? Was können Bürger*innen, was kann die Stadtverwaltung tun?

Die anschließende Diskussion ist offen für Fragen und Anregungen aus dem Publikum. Wir werden Schnittmengen mit linken Positionen ausloten, aber auch mögliche Differenzen kritisch beleuchten.

 

Zeit: Mittwoch, 6. November 2019, 19 Uhr

Ort: DGB-Haus, Kaiserstraße 26-30