Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Abschiebung von Familie mit behindertem Kind ist menschliche Katastrophe

Vergangene Woche wurde die kosovarische Familie Maksuti, die in der Prümer Stadtwaldsiedlung untergebracht war, auf brutale Weise abgeschoben. Die Polizei ist mitten in der Nacht mit Hilfe einer `Flex´ in die Wohnung eingedrungen.

 

„Die Art und Weise, wie die Familie Maksuti abgeschoben wurde, muss uns allen zu denken geben. Mitten in der Nacht stehen Polizei und Behördenvertreter vor der Tür und verschaffen sich gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung“, kommentiert Marco Burbach, Kreisvorsitzender der LINKEN. „Welche fatale Wirkung ein solches Eingreifen auf die Kinder hat, können wir nur erahnen. Dass dies zu Traumata führen kann, dürfte uns aber allen bewusst sein. Wenn der Landrat Joachim Streit nun von innerlicher Zerrissenheit spricht und versichert, es handle sich bei dieser Art der Zwangsabschiebung um ethisch korrektes Verhalten, muss ich mich fragen, welche ethischen Standards hier überhaupt zum Tragen kamen“, so Burbach weiter.

 

„Für mich ist es unfassbar, dass derartige Methoden rechtlich gedeckt sind. Wenn schon dank der Asylgesetzgebung unmenschliche Kriterien für ein Bleiberecht bestehen, dann sollte doch wenigstens bei der Durchführung solcher Zwangsmaßnahmen die Menschlichkeit im Vordergrund stehen“, so der Direktkandidat für Wittlich David Koch.

 

Ebenfalls betroffen zeigt sich Katrin Werner, Bundestagsabgeordnete aus Trier: „Mit der Abschiebung hat der mehrfach behinderte zweijährige Sohn der Familie keine Chance mehr auf die notwendige medizinische Behandlung. Diese Abschiebung zeigt einmal mehr, wie unmenschlich die Asylgesetzgebung der schwarz-roten Bundesregierung ist. Aber auch auf die rot-grüne Landesregierung, die immer gern von der Inklusion von Menschen mit Behinderung spricht, wirft dieser Vorgang ein schlechtes Licht.“

 

„Als kurzfristige Maßnahme müssen unangekündigte Nachtabschiebung verboten werden, sowie ein Abschiebestopp in den Wintermonaten durchgesetzt werden“, fordert die behindertenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag.