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Nach Absturz bei Zemmer-Rodt: LINKE fordert Aufklärung und Schutz der Bevölkerung

Nach dem Absturz bei Zemmer-Rodt vor fast einem Monat gibt es laut Medienberichten immer noch keine klaren Aussagen darüber, ob der Boden mit Treibstoffrückständen belastet ist. Die F-16 der US-Airbase Spangdahlem war am 08.10., nachdem sie circa 12 Kilometer führerlos war, knapp vor der Ortschaft in ein Waldgebiet abgestürzt.

Katrin Werner, Landesvorsitzende der LINKEN in Rheinland-Pfalz: „Es ist nicht hinnehmbar, dass auch nach fast einen Monat die zuständige Verbandsgemeinde Trier-Saarburg noch keine Proben durch die SGD Nord in Auftrag gegeben hat. Das betroffene Waldgebiet ist nun wieder freigeben und kann von der Bevölkerung ohne Warnhinweise auf eine eventuelle Kontamination betreten werden.“

„Wenn eine Katastrophe, wie der Flugzeugabsturz in Zemmer-Rodt, geschehen ist, muss es oberste Priorität aller zuständigen Behörden sein, die Bevölkerung vor den Gefahren zu schützen. Hierzu bedarf es auch einer schnellen Klärung, in wie weit die Umwelt belastet wurde“, so Marco Thielen, Kreistagsmitglied der LINKEN im Eifelkreis Bitburg-Prüm. „Dass hier noch keine Daten der Messungen der Bundeswehr veröffentlicht wurden, ist meines Erachtens nach fahrlässig.“

Katrin Werner: „Wir fordern die zuständigen Stellen dazu auf, die notwendigen Bodenproben unverzüglich zu veranlassen und die Daten zu veröffentlichen. Auch ist zu klären, in wie weit die Wasserversorgung in der Nähe der Absturzstelle in Gefahr ist. Bis zur Klärung einer eventuellen Verseuchung des Gebietes muss die Bevölkerung mit Hinweisschildern vor dem Betreten der Fläche gewarnt werden.“

Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu Abstürzen von Militärjets in der Region. Die Gefahren für die Bevölkerung sind immens hoch. In Oberkail und auch jetzt wieder in Zemmer-Rodt entgingen die Bewohner der Orte nur knapp einer Katastrophe.