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Linke fordert erneute Abstimmung über Queerbeauftragte in im Verbandsgemeinderat Rhein-Selz

Miriam Bürger

Die LINKE kritisiert die Absetzung des Tagesordnungspunktes zur Wiederbesetzung der Stelle der*des Queerbeauftragten von der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates. Offenbar konnte im Vorfeld keine sichere Mehrheit für die Besetzung der wichtigen Funktion identifiziert werden. Für Miriam Bürger, Ratsmitglied der Linken im Verbandsgemeinderat, ist das ein falsches Signal: „Das Thema ist zu wichtig, um es stillschweigend zu beerdigen. Die Sichtbarkeit und die Interessenvertretung queerer Menschen dürfen nicht einfach von der Tagesordnung verschwinden.“

 

Die Linke Rhein-Selz fordert Bürgermeister Groth auf, das Thema bereits bei der nächsten Sitzung erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Nach Ansicht von Bürger bestehen gute Chancen, dann eine Mehrheit für die Wiederbesetzung zu erreichen. „Ich sehe eine Mehrheit bei der nächsten Ratssitzung, wenn Grüne, SPD, FWG, AL, die Linke und der Bürgermeister dafür stimmen.“

 

Damit könnte noch in diesem Jahr eine neue Person für das Amt der*des Queerbeauftragten berufen werden und die wichtige Arbeit für queere Menschen in der Verbandsgemeinde ohne weitere Verzögerung fortgesetzt werden.

 

Bis dahin will die LINKE dazu beitragen, queeres Leben in der Verbandsgemeinde sichtbar zu machen und Räume für Begegnung und Austausch schaffen. Deshalb kündigt die Linke Mainz/Mainz-Bingen an, in diesem Jahr ein Queeres Sommerfest in Rhein-Selz auszurichten.

 

Das Fest findet am 13. September im Stadtpark Nierstein statt und richtet sich an queere Menschen, Interessierte und alle Verbündeten.

 

„Wir laden queere Menschen und alle Verbündeten zu einem bunten Fest ein, bei dem es Musik, queere Performances und Infostände queerer Initiativen geben soll. Gerade in Zeiten, in denen Sichtbarkeit und Akzeptanz nicht selbstverständlich sind, wollen wir gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt und Respekt setzen.“

 

Zugleich stellt die Linke Rhein-Selz klar, dass das Queere Sommerfest den Christopher Street Day in Nierstein nicht ersetzen soll. „Der CSD war in den vergangenen Jahren ein toller Erfolg und hat großen Anklang gefunden. Wenn es nach uns geht, soll er im kommenden Jahr wieder stattfinden – und zwar organisiert und ausgerichtet durch die neu zu berufende Queerbeauftragte. Das Sommerfest ist ein zusätzliches Angebot und ein Zeichen dafür, dass die Sichtbarkeit queeren Lebens in diesem Jahr keine Pause macht“, betont Miriam Bürger.

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